Under the Skin

Sendezeit: 22:10 - 23:55, 16.08.2017
Genre: Science-Fiction-Film
  • Darsteller: Scarlett Johansson (Laura), Jeremy McWilliams (Der Böse), Lynsey Taylor Mackay (Die tote Frau), Dougie McConnell (Der Anhalter), Kevin McAlinden (Erstes Opfer), Andrew Gorman (Zweites Opfer), Krystof Hadek (Der Schwimmer)
  • Regie: Jonathan Glazer
  • Drehbuch: Walter Campbell, Jonathan Glazer
  • Kamera: Daniel Landin
  • Musik: Mica Levi
  • Produzent: Nick Wechsler, James Wilson
  • Andere Personen: Autor: Michel Faber; Schnitt: Paul Watts
Großbritannien (2013) Ein Alien namens Laura kommt in einer besonderen Mission auf die Erde: Sie ist für ihren Heimatplaneten auf der Suche nach Nahrung - und zwar nicht irgendeiner. Menschenfleisch stellt dort nämlich eine besondere Delikatesse dar. Hierzu nimmt sie die Gestalt einer jungen, attraktiven Frau an und verführt Männer jedes Alters und Aussehens, um sie daraufhin zu töten und zu konservieren. Sie selbst ist eine kühle und unnahbare Persönlichkeit. Sie versteht nicht, was den Menschen als Spezies ausmacht, sondern sieht ihn nur als Beute. Doch als sie einen Mann am Strand beobachtet, wie er bei einer fremden Person Erste Hilfe leistet, beginnt sich ihre Sicht auf Menschen zu verändern; Laura sieht deren Mitleid und die Liebe, die sie ihren Mitmenschen entgegenbringen. Dadurch vollzieht sich allmählich auch eine Veränderung ihrer selbst, was sie von der Jägerin zur Gejagten werden lässt. Hyperstilisierte und sehr unheimliche Science-Fiction-Momente wechseln sich mit fast improvisiert wirkenden, alltäglichen Straßenszenen ab. Scarlett Johansson glänzt als undurchdringliche, verführerische Alienfrau, die mit ihrem makellosen nackten Körper in einer Welt aus Fußballfans mit Bierbäuchen und struppiger Körperbehaarung gelandet ist. Das Resultat ihrer allmählichen Vermenschlichung ist dann so unerwartet wie gruselig.
Hintergrundinformationen: Jonathan Glazer ist ein radikaler Außenseiter des europäischen Kinos. Als Regisseur von Werbefilmen und Musikvideos wurde er in den 90er Jahren zu einem der gefragtesten und bestbezahltesten Künstler der Kreativwirtschaft. Sein Erfolg führte zu einer finanziellen und zeitlichen Unabhängigkeit betreffend seiner Spielfilme. Nach der Gangsterballade "Sexy Beast" mit Ben Kingsley (2000) inszenierte er 2004 das Mystery-Drama "Birth" mit Nicole Kidman. Sein nächster, 2013 beim Festival in Venedig aufgeführter Science-Fiction-Film "Under the Skin" bestätigte seinen Ruf als radikaler Grenzgänger.