Der Hund begraben

Sendezeit: 20:15 - 21:35, 18.05.2018
Genre: Komödie
  • Darsteller: Ben Cervilla Fischer (Fabi), Christian Hoening (Hans' Chef), Georg Friedrich (Mike), Irina Sulaver (Jasmin), Juliane Köhler (Yvonne Waldmann), Justus von Dohnányi (Hans Waldmann), Ricarda Zimmerer (Laura Waldmann), Walter Hess (Serge Bonheur)
  • Drehbuch: Sebastian Stern
  • Regie: Sebastian Stern
  • Kamera: Peter von Haller
  • Musik: Markus Lehmann-Horn
  • Produzent: Ralf Zimmermann
  • Andere Personen: Bauten: Markus Dicklhuber; Schnitt: Frank Müller; Ton: Udo Steinhauser
  • Kostueme: Claudia Maria Braun
  • Redaktion: Hubert von Spreti, Monika Lobkowicz, Natalie Lambsdorff
  • Szenenbild: Szenenbild: Markus Dicklhuber
Deutschland (2016) In einer Kleinstadt in Süddeutschland führte der Familienvater und treue Ehemann Hans Waldmann bis dato ein unaufgeregtes Leben. Doch als der Mittfünfziger seine Stelle in der traditionsreichen Papierfabrik an einen Finnen verliert, würde er seine Sorgen schon gern mit seiner Familie teilen, nur hört ihm niemand zu. Ehefrau Yvonne ist damit beschäftigt, das Einfamilienhaus Feng-Shui-gerecht umzustellen, und Tochter Laura (15) interessiert sich nur für ihren ersten Freund Fabi. Noch dazu taucht in der Nacht ein streunender Hund auf und lässt sich von Hans nicht mehr verjagen. Yvonne und Laura schließen den Streuner, den sie Kurt taufen, sofort in ihr Herz und nehmen ihn auf. Hans wird gar nicht erst gefragt. Kaum beachtet, fühlt sich dieser wie ein Statist im eigenen Leben. Und da immer noch niemand von seiner Kündigung weiß, gibt er vor, jeden Morgen mit Aktenkoffer und im Anzug zur Arbeit zu gehen. Yvonne hingegen blüht mit ihrem "neuen Partner" Kurt bei ausgiebigen Spaziergängen mit gleichgesinnten Hundebegeisterten richtig auf. Weshalb Hans überall Flyer verteilt, um den Rivalen auf vier Pfoten möglichst schnell wieder loszuwerden. Ohne Erfolg. Von allen ignoriert, flirtet Hans mit einer Autohausangestellten und lässt sich zum Kauf eines teuren Neuwagens hinreißen. Als Kurt während eines Spaziergangs ein Reh verfolgt, ist Hans auf der Heimfahrt. Aus Unaufmerksamkeit überfährt er den Familienhund. Er sieht sich gezwungen, den Unfall zu vertuschen, um seine Familie nicht vollends zu verlieren. Kurzerhand vergräbt er das tote Tier im Wald. Yvonne beginnt eine großangelegte Suchaktion nach dem vermeintlich entlaufenen Kurt. Nachdem Hans sich scheinheilig auch der, wie er weiß, aussichtslosen Suche angeschlossen hat, wird es für ihn ganz unmöglich, Yvonne noch die Wahrheit zu gestehen. Völlig überfordert mit seiner Situation, vertraut sich Hans Mike an, den er von einem Lebenscoaching-Seminar kennt. Dieser bietet Hans an, für ihn vor Yvonne die Verantwortung für den Tod des Hundes auf sich zu nehmen. Doch dann findet Mike Gefallen an Yvonne und scheint Hans im Haus, in der Familie und seiner Ehe zu ersetzen ...
Hintergrundinformationen: "Der Hund begraben" ist eine absurde, spannungsvoll inszenierte Reflexion darüber, was Glück ist und ob es nur die Abwesenheit von Unglück sein könnte. Für das Drehbuch zu seinem zweiten Kinofilm "Der Hund begraben" hatte Regisseur und Drehbuchautor Sebastian Stern 2014 das Spreewald-Literatur-Stipendium erhalten. Sein HFF-Abschlussfilm "Die Hummel" (2010) wurde beim Bayerischen Filmpreis für die beste Nachwuchsregie ausgezeichnet. Im Oktober 2016 war der Film "Der Hund begraben" auf den Hofer Filmtagen vertreten und startete im März 2017 in den deutschen Kinos. Die Hauptrollen spielen die bekannten und preisgekrönten Schauspieler Justus von Dohnányi ("Das Experiment", 2001), Juliane Köhler ("Zwei Leben", 2012) und der Österreicher Georg Friedrich ("Helle Nächte", 2017).