Indochine

Sendezeit: 20:15 - 22:45, 18.07.2018
Genre: Melodram
  • Darsteller: Linh-Dan Pham (Camille), Catherine Deneuve (Eliane), Vincent Perez (Jean-Baptiste), Jean Yanne (Guy), Dominique Blanc (Yvette), Henri Marteau (Emile), Eric Nguyen (Tanh), Andrzej Seweryn (Hebrard), Carlo Brandt (Castellani), Gérard Lartigau (Admiral), Hubert Saint-Macary (Raymond)
  • Drehbuch: Erik Orsenna, Louis Gardel, Régis Wargnier, Catherine Cohen
  • Regie: Régis Wargnier
  • Kamera: François Catonné
  • Musik: Patrick Doyle
  • Produzent: Jean Labadie, Eric Heumann
  • Andere Personen: Geneviève Winding
Frankreich / Malaysia / Vietnam (1992) Französisch-Indochina im Jahr 1930: Mit strenger Hand leitet Eliane Devries die väterliche Kautschukplantage. Eliane ist zwar die Tochter französischer Eltern, war aber noch nie in Frankreich. Als die Eltern der jungen Prinzessin Camille, Teil der vietnamesischen Kaiser-Dynastie, sterben, adoptiert sie die 16-Jährige. Für die alleinstehende Frau ist Camille bald die einzige Bezugsperson. Die beiden jungen Frauen sind so unzertrennlich wie Schwestern.
Elianes und Camilles Leben wird durch die Ankunft des jungen Marineoffiziers Jean-Baptiste Le Guen in Saigon auf den Kopf gestellt: Beide Frauen verlieben sich in ihn. Unterdessen keimen in der einheimischen Bevölkerung nationalistische Bestrebungen auf. Unter dem Schutz des Sicherheitschefs Guy Asselin übersteht Eliane die ersten Anschläge, die sich gegen die französische Kolonialmacht und ihre Plantage richten. Sie entfernt sich von Jean-Baptiste, doch Camille, die inzwischen gegen ihren Willen mit ihrem Cousin Tanh verheiratet wurde, liebt ihn noch immer.
Camille entflieht der Welt der Kolonialherren und durchquert das Land in Richtung Norden. Auf ihrer Flucht sieht sie das Leid ihres unterdrückten Volkes. In der Halong-Bucht trifft sie Jean-Baptiste wieder, der hierher strafversetzt wurde. Das Schicksal der Liebenden ändert sich radikal, als Camille einen Soldaten tötet und untertauchen muss. Aus Camille wird die legendäre "rote Prinzessin".
Hintergrundinformationen: "Indochine" hatte großen internationalen Erfolg und wurde als das französische "Vom Winde verweht" gehandelt. 1993 wurde der Film mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet und brachte den Beteiligten insgesamt fünf Césars ein. Wargnier hatte bereits 1987 für seinen Erstling "Die Frau meines Lebens" einen César für den besten Debüt-Film erhalten. Auch seine beiden Filme "Est-Ouest - Eine Liebe in Russland" (1999) und "Man to Man" (2005) wurden prominent nominiert, bei den Césars, Oscars und der Berlinale.