Das ewige Leben

Sendezeit: 22:45 - 00:45, 17.01.2019
Genre: Kriminalfilm
  • Hörfilm, Sendung mit akustischer Bildbeschreibung
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
  • Darsteller: Josef Hader (Simon Brenner), Tobias Moretti (Aschenbrenner), Nora von Waldstätten (Dr. Irrsiegler), Roland Düringer (Köck), Margarethe Tiesel (Maritschi), Christopher Schärf (Heinz), Sasa Barbul (Pinto), Johannes Silberschneider (Nachbar), Hary Prinz (Pichler)
  • Regie: Wolfgang Murnberger
  • Redaktion: Walter Greifenstein
Deutschland / Österreich (2015) Ohne Obdach, arbeitslos und ohne jegliche Perspektive fürs Leben kehrt Privatdetektiv Simon Brenner in seine Heimatstadt Graz zurück und quartiert sich in seinem runtergekommenen Elternhaus ein.
Da er pleite ist, pumpt er seinen Jugendfreund Köck , einen Antiquitätenhändler, an. Doch der kann ihm kein Geld geben, verspricht Brenner jedoch seine alte Walther PPK zu verhökern. Doch so einfach, wie Brenner sich das vorgestellt hat, geht das nicht, denn die Waffe, Brenner, Köck und Aschenbrenner , ein weiterer Jugendfreund, der mittlerweile Leiter des Steirischen Landeskriminalamtes ist, waren in der Vergangenheit in ein Verbrechen verwickelt. Und das soll auf keinen Fall ans Licht, so findet sich Brenner eines Nachts mit einer Kugel im Kopf im Krankenhaus wieder. Nur wer hat ihn angeschossen? Alles spricht dafür, dass er es selbst war. Doch je mehr er sich an seine Jugend erinnert, umso unwahrscheinlicher scheint ihm dieses Szenario. Trachtet ihm gar jemand nach dem Leben?
Hintergrundinformationen: "Das ewige Leben" ist der vierte Kriminalfilm, den Autor Wolf Haas, Regisseur Wolfgang Murnberger und Kabarettist Josef Hader gemeinsam realisierten. Durch ihre düsteren Bilder und die schmucklosen, knappen Dialoge gelingt es ihnen perfekt, die Freudlosigkeit des Daseins in der Grazer Vorstadt abzubilden. Die Machart erinnert schon fast an einen Film Noir, in dem es den Hauptfiguren, trotz aller Bemühungen einfach nicht gelingen kann, ihre Situation zu verbessern. 2015 wurde "Das ewige Leben" von der Deutschen Film- und Medienbewertung mit dem Prädikat "Besonders wertvoll" ausgezeichnet. 2016 erhielt er den Romy in der Kategorie "Bester Kinofilm". Und auch bei den Zuschauern kam der Film überdurchschnittlich gut an. Im Jahr 2015 sahen mehr als 75.000 Österreicher den Film im Kino. "Das ewige Leben" schlägt eine völlig andere Tonart als die Vorgängerfilme an. Deren offensive Härte weicht einer feinsinnigen Melancholie, die fast einem Kaurismäki-Film gleicht. Alle Charaktere taumeln einem Abgrund entgegen, bis sie sich in einer wahren "Sterbenslust" (O-Ton Moretti) gegenseitig auslöschen. Dazu findet Regisseur Murnberger das wohl erschütterndste Symbolbild zur Darstellung von Armut: eine ausgehungerte Katze, die menschliches Blut schleckt."