Der Weg des Ruhms - Hollywoods Walk of Fame

Sendezeit: 03:10 - 04:10, 15.08.2019
Genre: Dokumentarfilm
  • Regie: Eckhart Schmidt
  • Redaktion: Carlos Gerstenhauer
Deutschland (2011) In den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren befand sich Hollywood in einer Krise. Die "Traumfabrik" hatte einen Teil ihres Publikums an das Fernsehen verloren und ihre aufwendigen Großproduktionen erwiesen sich immer seltener als rentabel. Der Mythos Hollywood begann zu bröckeln. Doch der Erfolg der im kalifonischen Los Angeles angesiedelten Filmindustrie beruhte nicht nur auf der Qualität der hier produzierten Filme; er war immer auch Resultat der geschickten Vermarktung von Stars gewesen.
Um die Fans wieder enger an Hollywood zu binden, entschloss sich die Handelskammer Hollywoods 1958, den Walk of Fame einzuführen: einen "Weg des Ruhms", auf dem die beliebtesten Stars durch in den Boden eingelassene sternförmige Plaketten geehrt werden. Der erste, am 9. Februar 1960 feierlich enthüllte Stern war der Schauspielerin Joanne Woodward gewidmet. Heute ist der Walk of Fame ein auf beiden Seiten des Hollywood-Boulevards auf mehr als vier Kilometern Länge verlaufender Pilgerweg für Fans, die hier ihren Idolen huldigen können. Mehr als 2.400 Sterne sind mittlerweile in den Boden eingelassen. Sie tragen die Namen von Hollywood-Stars, Entertainern und Musikern - von Schauspielerinnen und Schauspielern wie Fred Astaire, Marilyn Monroe und Sylvester Stallone, Regisseuren wie Otto Preminger und Martin Scorsese, Filmmogulen wie Adolph Zukor und Komponisten wie Hans Zimmer; aber auch von fiktiven Animationsfiguren wie Bugs Bunny und den Simpsons, selbst Leinwand-Tiere wie Lassie und Rin Tin Tin sind hier verewigt.
Immer wieder gab es Kontroversen über die Verleihung von Sternen, etwa als Charles Chaplin zunächst aus politischen Gründen die Ehrung verweigert werden sollte. Für Hollywood war die Idee jedoch ein Glücksgriff: Heute wird der Walk of Fame von jährlich zehn Millionen Touristen besucht.