Charité, Heimatschuss/Schwere Geburt

Sendezeit: 20:15 - 21:50, 17.08.2019
Genre: Arztserie, Staffel 2 - Episode 1
  • Hörfilm, Sendung mit akustischer Bildbeschreibung
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
  • 89% gefällt diese Sendung
  • Darsteller: Mala Emde (Anni Waldhausen), Ulrich Noethen (Prof. Ferdinand Sauerbruch), Jannik Schümann (Otto Marquardt), Luise Wolfram (Margot Sauerbruch), Artjom Gilz (Dr. Artur Waldhausen), Jacob Matschenz (Martin Schelling), Frida-Lovisa Hamann (Schwester Christel), Susanne Böwe (Schwester Käthe), Lukas Miko (Prof. Max de Crinis), Hans Löw (Prof. Adolphe Jung), Marek Harloff (Fritz Kolbe), Ludwig Simon (Paul Lohmann), Katharina Heyer (Magda Goebbels), Pierre Kiwitt (Claus Graf Schenk von Stauffenberg), Maximilian Klas (Peter Sauerbruch)
  • Drehbuch: Dorothee Schön, Sabine Thor-Wiedemann
  • Regie: Anno Saul
  • Kamera: Holly Fink
  • Musik: Hannah Hübbenet, Jan Miserre, John Gürtler
Deutschland (2019) 7. Heimatschuss
Berlin, 1943: Kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes besteht die Medizinstudentin Anni Waldhausen ihr Examen beim berühmten Chirurgen Ferdinand Sauerbruch. Prüfungspatient ist der junge Soldat Lohmann, dessen zerschossenen Oberschenkel Sauerbruch dank einer besonderen Operationstechnik retten kann. Sogar die Wochenschau filmt. Alle werden Zeugen von Sauerbruchs großer Kunst - und von seinem cholerischen Temperament, vor dem auch seine 30 Jahre jüngere Ehefrau und Assistentin Margot nicht sicher ist. Anni und ihr Mann Artur, Oberarzt der Kinderklinik, gelten als arisches Vorzeigepaar: jung, gesund und systemkonform. Artur ist vom Wehrdienst freigestellt, denn er betreibt kriegswichtige Forschung. Dass seine Probanden behinderte Kinder, sogenannte "Reichsausschusskinder", sind, verschweigt er gegenüber Anni.
Ihr Leben wird kompliziert, als Annis jüngerer Bruder Otto zu ihnen in die Dienstwohnung zieht. Der junge Fähnrich ist vorübergehend von der Front heimgekehrt, um in der Studentenkompanie der Charité sein Medizinstudium abzuschließen. Seine traumatischen Kriegserfahrungen verbirgt er hinter seinem unbekümmerten Auftreten. Otto wird als Famulant der Chirurgie zugeteilt und ist dort bald beliebt. Er gewinnt das Herz der jungen NS-Schwester Christel. Auch der kriegsversehrte Pfleger Martin, der als ehemaliger Soldat als einziger hinter Ottos lustige Fassade blickt, freundet sich mit ihm an. Anni selbst will bis zur Entbindung an ihrer Doktorarbeit über die Selbstverstümmelung von Soldaten arbeiten. Ihr Doktorvater ist der Nazifunktionär und Chef der Psychiatrie, Max de Crinis. Er vermutet, dass der frisch operierte Soldat Lohmann sich seinen "Heimatschuss" selbst beigebracht haben könnte und erzwingt, dass er zusammen mit Anni im Auftrag der Wehrmacht Lohmann begutachten kann. Als sich bei Lohmanns Befragung die Schlinge um dessen Hals immer enger zieht und ihm ein Verfahren wegen Wehrkraftzersetzung droht, macht Otto eine Falschaussage, um den früheren Kameraden zu entlasten. Trotzdem wird Lohmann angeklagt. Otto gibt Anni, die das unbarmherzige Vorgehen ihres Doktorvaters nicht infrage stellt, Mitschuld daran. Ihr heftiger Streit darüber endet jäh, weil bei Anni die Wehen einsetzen. Sie verliert massiv Blut. Mutter und Kind sind in Gefahr.
8. Schwere Geburt
Weil Prof. Stoeckel die prominente Patientin Magda Goebbels mit einer Fehlgeburt versorgen musste, kommt der Chef der Frauenklinik beinahe zu spät zu Anni in den Kreißsaal. Sie verblutet fast bei der Entbindung und ihr lebloses Neugeborenes kann erst in letzter Minute reanimiert werden. In der Chirurgie rettet Sauerbruch in einem dramatischen Eingriff das Leben eines Jungen, der beim Spielen von einem Blindgänger schwer verwundet worden ist. Im Eifer des Gefechts merkt Sauerbruch erst nach der Operation, dass ihm ein Unbekannter dabei assistiert hat: Adolphe Jung aus Straßburg. Der französische Chirurg ist an die Charité zwangsrekrutiert worden. Sauerbruch ist hocherfreut über den qualifizierten Kollegen. Doch sein herzlicher Empfang kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Dr. Jung unfreiwillig in Feindesland ist. Schwester Christel findet ein Flugblatt der "Weißen Rose" in der Jackentasche des noch in Narkose liegenden Jungen. Als Pfleger Martin das belastende Dokument zerreißt, muss Otto seinen ganzen Charme aufbieten, damit Christel darüber keine Meldung macht. Martin erkennt jetzt in Otto einen Verbündeten, der das NS-Regime ebenfalls ablehnt. Sauerbruchs Sohn Peter wird mit Gelbfieber aus Stalingrad in die Charité eingeliefert und bekommt dort Besuch von einem engen Freund: Claus Schenk Graf von Stauffenberg.
Artur umsorgt seine Frau und ihre kleine Tochter Karin liebevoll. Als Anni entlassen wird, zeigt sie Artur, was sie entdeckt hat: Das Neugeborene hat offensichtlich einen erhöhten Hirndruck. Ist die kleine Karin wirklich gesund?

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