Der Krieg und ich

Sendezeit: 08:40 - 09:05, 15.09.2019
Genre: Drama, Staffel 1 - Episode 3
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
  • Regie: Maarten van der Duin, Matthias Zirzow
Deutschland (2018) In der französischen Auvergne, 1942: Sandrines Vater hilft als Dorfpfarrer verfolgten Juden bei der Flucht vor dem Nazi-Regime. Sandrine teilt daher ihr Zimmer mit drei Flüchtlingen aus Deutschland, die versteckt bei der Familie leben. Als ihre Mutter auch noch ihre Kleidung verteilt, wird es Sandrine zu viel. Ihrer Mutter erzählt sie von ihren Sorgen und der Angst um ihren Vater. Ihre Mutter reagiert verständnisvoll, macht Sandrine aber auch klar, dass die Eltern sich entschieden haben zu helfen und nicht wegzusehen. Dann geschieht das, was Sandrine befürchtet hat: Der Vater wird verhaftet, die Situation immer gefährlicher.
Der Polizist Major Dubois macht Sandrine ein Angebot: Wenn sie die Namen und Verstecke der Juden verrät, kommt ihr Vater frei. Sandrine steht vor der Frage: Macht sie weiter oder verrät sie die Flüchtlinge und hilft ihrem Vater freizukommen?
Hintergrundinformationen: Die dritte Folge lehnt sich an die Biografien von André und Magda Trocmé an. Sie organisierten in Le Chambon-sur-Lignon nicht nur die Unterbringung von jüdischen Flüchtlingen im Dorf, sondern öffneten auch ihr eigenes Zuhause zahlreichen Flüchtlingen. Ihr Leben war geprägt vom Glauben und der praktischen Hilfsarbeit beziehungsweise einem pazifistisch motivierten Widerstand - mit den "Waffen des Geistes". Die älteste Tochter Nelly Trocmé vergleicht ihr Zuhause in den Kriegsjahren mit einem Bahnhof, in dem Leute mit fremdem Akzent auf Durchreise sind. Eine Episode über Mitmenschlichkeit und Solidarität.

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