Lebensretter extra, Gefahr auf hoher See

Sendezeit: 20:15 - 21:00, 16.07.2020
Genre: Weitere Inforeportagen
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
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  • Moderator: Sven Voss
Kreuzfahrten gab es schon in der DDR: Doch für einige Mitreisende stand nicht die Erholung an erster Stelle: 220 Urlauber und Besatzungsmitglieder nutzten ihren Aufenthalt an Bord zur Flucht in den Westen. Eine der spektakulärsten Fluchten gelingt Manfred Semmig aus Döbeln: In der Nacht zum 14. April 1968 seilt er sich mit einer Wäscheleine von Bord der "MS Völkerfreundschaft" ab. Doch die Leine reißt. Semming stürzt ins eiskalte Meer. Die Crewmitglieder des westdeutschen U-Boot-Jägers "Najade" sind zur Stelle und nehmen ihn an Bord.
Am 2. März 2010 steuert die "Louis Majesty" im Mittelmeer den italienischen Hafen Genua an. Die See ist ungewöhnlich stürmisch. Plötzlich türmt sich vor der "Louis Majesty" eine zehn Meter hohe Welle auf. Mit voller Wucht trifft sie den Bug und zerschlägt das Panoramafenster im Speisesaal. Zehntausende Liter Wasser fluten den Saal, reißen Menschen und Möbel mit. Die Passagiere versuchen zu fliehen, darunter auch Inge und Dieter Nitsche. Schwer getroffen erreicht die "Louis Majesty" Barcelona. Zwei Menschen sterben bei diesem Unfall auf hoher See.
Zwei Jahre später, am 13. Januar 2012, rammt die "Costa Concordia" einen Felsen vor der italienischen Insel Giglio. Für mehr als 4.000 Menschen an Bord beginnt der Kampf ums Überleben. Auch für Marcel Zuhn aus Weißenfels und Matthias Hanke aus Markranstädt: Die beiden Männer sind im Schiffsbauch von Wassermassen eingeschlossen. Unter Deck scheint eine Flucht aussichtslos - und die Luft wird immer knapper. Insgesamt sterben bei diesem Unglück 32 Menschen.

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