Rafiki

Sendezeit: 00:05 - 01:25, 07.08.2020
Genre: Drama
  • Darsteller: Samantha Mugatsia (Kena), Sheila Munyiva (Ziki), Jimmi Gathu (John Mwaura), Nini Wacera (Mercy), Dennis Musyoka (Peter Okemi), Patricia Amira (Rose Okemi)
  • Drehbuch: Wanuri Kahiu, Jenna Bass
  • Regie: Wanuri Kahiu
  • Kamera: Christopher Wessels
Kenia / Südafrika / Niederlande / Frankreich / Deutschland / Norwegen / Libanon (2018) "Gute kenianische Mädchen werden gute kenianische Ehefrauen" - Kena lernt schon früh, was von Mädchen und Frauen in ihrem Heimatland erwartet wird: artig sein und sich dem Willen der Männer fügen. So wird auch ihre alleinerziehende Mutter dafür verantwortlich gemacht, dass ihr Mann sie für eine jüngere Frau verlassen hat. Doch die selbstbewusste Kena lässt sich nicht vorschreiben, wie sie zu leben hat. So freundet sie sich auch mit der hübschen Ziki an, obwohl ihre Väter politische Konkurrenten sind. Das Gerede im Viertel ist den Mädchen zunächst ziemlich egal. Doch als sich Kena und Ziki ineinander verlieben, müssen sie sich entscheiden: zwischen der vermeintlichen Sicherheit, ihre Liebe zu verbergen, und der Chance auf ihr gemeinsamen Glück.
Hintergrundinformationen: "Rafiki" - der Titel bedeutet auf Suaheli "Freund " - ist der erste kenianische Film, der bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde. In Kenia selbst, wo Homosexualität noch immer unter Strafe steht, wurde der Film zunächst mit einem Aufführungsverbot belegt, das erst nach einer Klage der Regisseurin gelockert wurde. Basierend auf der preisgekrönten Kurzgeschichte "Jambula Tree" (2008) der ugandischen Autorin Monica Arac de Nyeko, erzählt "Rafiki" von einer afrikanischen Jugend, die entschlossen gegen Homophobie, religiöse Dogmen und die Strenge der Eltern aufbegehrt. Ein mitreißender Film, der vor Freiheitsliebe und Lebensfreude in strahlenden Farben leuchtet. Mit "Rafiki", den das rbb Fernsehen in deutscher Erstausstrahlung zeigt, endet die diesjährige Filmreihe "rbb QUEER".