Bonnie und Clyde

Sendezeit: 20:15 - 22:00, 18.04.2021
Genre: Gangsterfilm
  • Darsteller: Warren Beatty (Clyde Barrow), Faye Dunaway (Bonnie Parker), Gene Hackman (Buck Barrow), Estelle Parsons (Blanche), Michael J. Pollard (C.W. Moss), Denver Pyle (Frank Hamer), Gene Wilder (Eugene Grizzard), Mable Cavitt (Bonnies Mutter)
  • Drehbuch: David Newman, Robert Benton
  • Regie: Arthur Penn
  • Kamera: Burnett Guffey
  • Musik: Charles Strouse
  • Produzent: Warren Beatty
  • Andere Personen: Dede Allen
USA (1967) Die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre trifft auch die texanische Provinz im Südwesten Amerikas hart. Die junge, schöne Bonnie Parker lebt im Haus ihrer Mutter, arbeitet als Kellnerin in einem Diner und hält die Langeweile in der texanischen Hitze kaum aus. Als sie den attraktiven Clyde Barrow dabei erwischt, wie er versucht, das Auto ihrer Mutter zu stehlen, scheint der Gangster eine willkommene Ablenkung - oder zumindest interessant genug für eine Cola in der Stadt.
Bonnie lässt sich von Clydes Erzählungen über seine kriminellen Machenschaften, bewaffneten Raubüberfälle und eine abgesessene Gefängnisstrafe nicht abschrecken. Im Gegenteil, sie ist begeistert von dem Traum von Freiheit, Abenteuer und Reichtum. Ohne zu zögern haut sie mit Clyde im geklauten Auto ab - Hauptsache weit weg vom immer selben Alltagstrott.
Doch ihre Diebstähle und bewaffneten Banküberfälle enden bald schon in Schießereien, schweren Körperverletzungen, Geiselnahmen und sogar Mord. Von den Gesetzeshütern verfolgt, werden ihre spektakulären Aktionen, ihr jugendlicher Charme, ihre Dreistigkeit, ihr Witz und vor allem ihre Auflehnung gegen Recht, Ordnung und staatliche Autoritäten von der einfachen Bevölkerung gefeiert. Ihre Geschichte reist über Zeitungen durchs ganze Land und sie sind schon bald als Gangsterpaar "Bonnie und Clyde" in aller Munde.
Doch für ihren Traum von Freiheit und Reichtum muss das Paar einen hohen Preis bezahlen ...
Hintergrundinformationen: Zu viel Gewalt und Blut, urteilen 1967 zunächst Kritik und Publikum. Denn Arthur Penns Adaption der abenteuerlichen, tragischen und wahren Geschichte um das legendäre Gangsterpaar "Bonnie und Clyde" wagt die Abkehr vom klassischen Hollywood-Stil und gewinnt hernach: zwei Oscars, einen BAFTA und sieben Nominierungen bei den Golden Globes. Das Drehbuch von David Newman und Robert Benton zum Film "Bonnie und Clyde" geht durch mehrere Regiehände, unter anderem die von Jean-Luc Godard, bevor es letztendlich bei US-Regisseur Arthur Penn landet. Dies ist vor allem dem Produzenten und Schauspieler Warren Beatty zu verdanken, der bereits bei dem Film "Mickey One" (1965) mit Penn zusammengearbeitet hat. Und tatsächlich teilen beide eine Affinität für gesellschaftliche Außenseiter und Systemkritik, wie sich auch an Penns Filmen "The Left Handed Gun" (1958) und "Little Big Man" (1970) erkennen lässt.