Die Höhle der Löwen, Folge #10.01

Sendezeit: 23:15 - 01:40, 10.09.2021
Genre: Allgemeine Unterhaltung, Staffel 10 - Episode 1
  • 87% gefällt diese Sendung
  • Andere Personen: Dagmar Wöhrl, Nico Rosberg, Ralf Dümmel, Judith Williams, Georg Kofler, Carsten Maschmeyer, Nils Glagau
  • Moderator: Amiaz Habtu
Deutschland (2021) + "Classplash"
+ "Osmans Töchter"
+ "ASTALEA"
+ "LAUFMAUS"
Classplash aus Karlsruhe
Die neue Staffel stellt die Löwen direkt in der Auftaktfolge vor eine musikalische Herausforderung. Rui (35, Ingenieur) und Carlos Duarte Ramalheiro (41, Diplom-Musikpädagoge) präsentieren Classplash, ein Unternehmen für Musik-Lern-Apps für Kinder. Musik hat in dem Leben der Brüder schon immer eine große Rolle gespielt. Seit über 20 Jahren ist Carlos begeisterter Musiker, Musikpädagoge und leitet eine eigene Musikschule: "In meiner täglichen Arbeit sehe ich die positiven Effekte des Musizierens. Doch Noten schrecken vor allem Kinder davon ab, ein Instrument zu lernen." Mit Classplash soll sich das jetzt ändern. Die Musik-Lernwelt ähnelt einem Computerspiel, wo es darum geht Punkte durch Noten zu sammeln und anstatt eines Joysticks wird ein echtes Instrument benutzt. "Ich entwickelte das Konzept mit meinen Schülern und Schülerinnen und bewarb mich bei einem internationalen Lehrerwettbewerb. Das Resultat: Ich erhielt die Auszeichnung als innovativster Lehrer der Welt. Diese Auszeichnung hat unser Leben verändert, denn von nun an hatten wir ein großes Ziel", so Carlos weiter und sein Bruder Rui erklärt: "Wir haben Lern-Apps für unterschiedliche Musik-Instrumente entwickelt. Dabei lernen Kinder spielerisch das Instrumente spielen und Noten lesen." Das Besondere an Classplash ist die Kombination aus einem analogen Musikinstrument und einer digitalen App. Das Mikrofon des Handys, Tablets oder Computers erkennt in Echtzeit die vom Instrument gespielten Töne und erzeugt dadurch eine direkte Reaktion der Spielfigur. Insgesamt haben die Brüder sechs Apps für unterschiedliche Musikinstrumente und unterschiedliche Altersstufen entwickelt. Auch für die Investor:innen haben sie Blockflöten und Ukulelen im Gepäck und bitten zum gemeinsamen Konzert. Wer trifft den richtigen Ton? Und können die Gründer die Löwen davon überzeugen, dass ihr Start-up der nächste große Hit ist? Ihr Angebot: 350.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

Osmans Töchter aus Berlin
Das kulinarische Highlight der Folge bringen die Gründerinnen Arzu Bulut (48), Yudum Korkut (33) und Constanza Hörrmann (26) mit Osmans Töchter in die Höhle. Aufgewachsen in einer traditionellen Familie entschloss sich Arzu im Alter von 25 Jahren einen anderen Lebensweg zu beschreiten: "Ich erfüllte mir alles, wovon ich geträumt hatte. Ich fing an zu studieren, absolvierte ein Auslandssemester in England und Hongkong und reiste um die Welt." Ihre Liebe zum Essen brachte sie auch nach Istanbul. "Dort entdeckte ich die Vielfalt der türkischen Küche, die mir bis dato so nicht klar war." Ohne Gastroerfahrung verwirklichte sie sich ihren Traum und eröffnete 2012 mit ihrer Geschäftspartnerin das erste Restaurant namens Osmans Töchter. Mittlerweile gibt es zwei Restaurants in Berlin und bei beiden stehen Meze auf der Karte. "Das sind typische türkische traditionelle Speisen, die man sich in die Mitte des Tisches stellt", erklärt Yudum. Die Besonderheit bei Osmans Töchter: Türkische Hausfrauen, die in ihren Berliner Restaurantküchen arbeiten, treffen auf die kreativen Ideen von jungen Köch:innen aus Istanbul. Durch diese Zusammenarbeit werden die traditionellen Rezepte gemeinsam neu interpretiert. Neben den Restaurants starteten die drei Gründerinnen einen Onlineshop. "Wir wollten auch die Gäste kulinarisch verwöhnen, die keinen Tisch mehr bei uns bekommen haben. Mitten in unserer Planung kam dann die Pandemie und wir mussten die Restaurants schließen. So hatten wir noch mehr Gründe, unsere Speisen auch für daheim anzubieten", so Constanza. Ihr Sortiment umfasst 25 Meze-Variationen, die täglich frisch produziert werden und online bestellt werden können. Für 170.000 Euro bieten die Genussbotschafterinnen der türkischen Küche 20 Prozent ihrer Firmenanteile an. Die türkischen Meze im Glas bestehen den Geschmackstest der Löwen mit Bravour. Die mehreren Angebote rühren nicht nur Gründerin Arzu zu Tränen, sondern auch Dagmar Wöhrl. Vergießt die Löwin Tränen der Enttäuschung oder der Freude?

ASALEA aus Berlin
"Ich liebe es, mich mit schönen Düften zu umgeben! Mit Düften verbinden wir Menschen, mit Düften verbinden wir Erinnerungen und Orte. Düfte sind etwas sehr emotionales!" Bereits als Kind spielte Kim Lohmar (31, Bachelor in Hospitality und Tourism Management) mit den Parfüm-Flakons ihrer Mutter und sie war sich damals schon sicher, dass es sie auch beruflich in die Kosmetik-Branche ziehen würde. "Ich habe einige Jahre bei der Firma L´Oréal gearbeitet und war dort im Außendienst tätig. Das heißt, ich habe sehr viel Zeit in meinem Auto verbracht", so die Berlinerin. Damit es auch in ihrem Auto gut duftet, testete sie sich durch die Autoduftwelt. Doch das Richtige war für Kim nicht dabei. So entwickelte sie mit ASTALEA einen Aroma-Duftstein für das Armaturenbrett. Der feinporige Stein aus hundertprozentig organischer Kieselgur wird einfach mit dem Lieblings-Parfum oder ätherischen Ölen besprüht und sorgt so für ein individuelles Dufterlebnis im Auto. Durch einen Magnetclip kann der Diffuser einfach im Auto an der Lüftungslamelle angebracht werden. "Je nach verwendetem Duft hält das Dufterlebnis bis zu 14 Tage an. Das wunderbar Nachhaltige daran ist nicht nur das organische Material, sondern dass man den Duftstein auch immer wieder nachbestäuben kann", so die Gründerin. Ihr Portfolio umfasst nicht nur den Duftstein, sondern auch korrespondierende Düfte. Für 70.000 Euro bietet Kim 20 Prozent ihrer Firmenanteile an - hat ein Löwe den richtigen Riecher für das Geschäft?
LAUFMAUS aus Emsdetten
Dr. med. Horst Schüler (70, Facharzt, Sport- und Allgemeinmediziner und Erfinder), Martin Rutemöller (50, Geschäftsführer, Vertrieb und Marketing), Oliver Baumgärtel (45, Finanzen) und Thomas Pieper (59, Produktion) präsentieren den Löwen die LAUFMAUS - ein Griffelement, dessen Handhabung automatisch für eine entspannte und gesündere Körperhaltung sorgt. Anlass für diese Erfindung ist ein persönlicher Schicksalsschlag von Horst Schüler. 2007 hat der Arzt einen schweren Autounfall: "Ich erlitt Rückenmarksverletzungen im Bereich der Halswirbelsäule und ich verlor die Kontrolle über meine Arme und meine Beine. Es begannen sieben harte Jahre mit einer komplizierten Operation und Reha. Ich hatte starke Verkrampfungen im Bereich der Hände und Arme, aber ich fand eine Entlastungsposition, die meine Verkrampfungen minderten." Aus Knete formte er sich ein Tool, das ihm half, diese bestimmte Position seiner Armer und Hände ermüdungsfrei beibehalten zu können. "Dieses kleine Hilfsmittel brachte mich tatsächlich wieder auf die Beine. Ich begann sogar wieder mit dem Lauftraining und bin heute zu hundert Prozent wieder beschwerdefrei", so der 69-Jährige. Damit auch andere von dieser Erfindung profitieren können, hat er gemeinsam mit Martin Rutemöller, Oliver Baumgärtel und Thomas Pieper die LAUFMAUS entwickelt. Die ergonomisch geformte, ultraleichte Konstruktion sorgt dafür, dass sich der Handrücken leicht nach außen dreht. Der Daumen zeigt nach vorn oben, der Zeigefinger ist gestreckt. Das Resultat: Im Unterarm tritt eine Entspannung ein, der Oberkörper richtet sich auf und ist stabiler. Damit die Gründer mit der LAUFMAUS durchstarten können, benötigen sie ein Investment von 280.000 Euro und bieten dafür 17,5 Prozent ihrer Firmenanteile.

Ein Wiedersehen gibt es mit ArtNight aus Berlin. Amie-Sarah Carstensen und David Neisinger konnten 2017 Dr. Georg Kofler als Investor gewinnen. "Ein absoluter Glückstreffer. Das Unternehmen hat sich hervorragend entwickelt. Beschäftigt über 50 Mitarbeiter und hat eine große unternehmerische Kreativität bewiesen", ist der Löwe begeistert und auch Amie-Sarah Carstensen ist sehr zufrieden: "Es wurde von den Kunden fantastisch angenommen, mal wieder was mit den Händen zu machen, sich mal wieder in echt zu treffen, was zu erleben. Wir sind extrem gut gewachsen und die Entwicklung war fantastisch." Aufgrund der Corona-Pandemie mussten alle Events abgesagt werden. "Wir mussten alles umstellen. Das war wie mit Vollgas gegen die Wand zu fahren", so die Gründerin. So entwickelten sie Online-Events und neu dazugekommen sind auch Promi-Events, wie z.B. mit Entertainer Ross Antony.

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