Bring mich nach Hause

Sendezeit: 20:15 - 21:45, 25.10.2021
Genre: Dramafilme
  • Hörfilm, Sendung mit akustischer Bildbeschreibung
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
  • Darsteller: Silke Bodenbender (Ulrike Gerlach), Anneke Kim Sarnau (Dr. Sandra Hartwig), Hedi Kriegeskotte (Martina Hartwig), Christian Erdmann (Mathias Gerlach), Nicholas Reinke (Dr. Henry Rowein), Anna Grisebach (Frau Kruse), Irene Rindje (Hannelore), Renée Avril Moltzen (Lea Gerlach), Camille Loup Moltzen (Simon Gerlach), Finnlay Berger (Elias Gerlach), Jörg Pintsch (Albrecht Meyer), Falilou Seck (Pfarrer Oppel)
  • Drehbuch: Britta Stöckle
  • Regie: Christiane Balthasar
  • Kamera: Hannes Hubach
  • Musik: Johannes Kobilke
  • Andere Personen: Andreas Althoff
Deutschland (2021) Martina, die Mutter von Ulrike und Sandra, fällt nach einem Sturz unerwartet ins Koma. Der Zustand der Mutter verbessert sich nicht; die Hirnschäden sind irreparabel.
Eine Patientenverfügung ist nicht zur Hand. Die Schwestern müssen nun für ihre Mutter entscheiden. Doch die tiefgläubige Ulrike denkt vollkommen anders als die Wissenschaftlerin Sandra.
Die Religionslehrerin Ulrike stimmt jeder lebenserhaltenden Maßnahme aus tiefstem Herzen zu. Für sie ist jedes Leben lebenswert. Ihre Schwester Sandra, eine Naturwissenschaftlerin, hält diesen Zustand hingegen für eine Qual für die Mutter. In der sowieso schon schwierigen Situation belastet die Schwestern das Ringen um die richtige Lösung schwer.
Nach Wochen und Monaten der Pflege in einem ausgesuchten Heim einigen sich Sandra und Ulrike darauf, die Mutter nun von den lebenserhaltenden Maschinen zu trennen und in Ruhe sterben zu lassen. Doch das Schlimmste steht ihnen jetzt noch bevor. Es gibt weitere Beteiligte, die aufgebracht ihr Gewicht in die Waagschale werfen, allen voran Ulrikes Ehemann Mathias sowie die Leitung des Pflegeheims. Sie halten das Vorhaben der Schwestern für Mord, und vor allem das Heim will dies in jedem Fall verhindern. Ärzte und Pfarrer stehen eher beratend zur Seite.
Um ihre Entscheidung umsetzen zu können, ohne sich dabei strafbar zu machen, sind die Geschwister schließlich gezwungen, einen Anwalt einzuschalten. Am Ende widerspricht die Verabschiedung ihrer Mutter schmerzhaft jeglicher Vorstellung, die sich Ulrike und Sandra für sie gemacht und gewünscht hatten.
Der Film ist von wahren Fällen inspiriert, die der Bundesgerichtshof in den vergangenen Jahren entscheiden musste. Die Hauptfrage der meisten dieser Prozesse war, ob bei fehlender Patientenverfügung der Abbruch von lebensverlängernden Maßnahmen als zulässig oder strafbar einzuschätzen ist.