Die Affäre der Sunny von B.

Sendezeit: 20:15 - 22:05, 23.01.2022
Genre: Dramafilme
  • Darsteller: Jeremy Irons (Claus von Bülow), Glenn Close (Sunny von Bülow), Ron Silver (Alan Dershowitz), Annabella Sciorra (Sarah), Uta Hagen (Maria), Fisher Stevens (David Marriott)
  • Drehbuch: Nicholas Kazan
  • Regie: Barbet Schroeder
  • Kamera: Luciano Tovoli
  • Musik: Mark Isham
  • Produzent: Oliver Stone
  • Andere Personen: Alan Dershowitz, Lee Percy
USA (1990) Der verarmte dänische Aristokrat Claus von Bülow lebt vom Geld seiner reichen Frau Sunny, trotzdem betrügt er sie. Als Sunny, deren Tablettenabhängigkeit kein Geheimnis ist, ins Koma fällt, bezichtigen ihre Kinder aus erster Ehe Claus von Bülow des versuchten Mordes. Er soll Sunny eine Überdosis Insulin verabreicht haben. Trotz der schwierigen Beweislage wird der untreue Ehemann zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Claus von Bülow engagiert den bekannten Juristen und Harvardprofessor Alan Dershowitz und geht in Revision. Unterstützt wird Dershowitz von den Studenten seines Seminars. Dem Juristenteam bleiben nur zwei Monate, um den Fall noch einmal aufzurollen und entlastendes Material zusammenzutragen. Akribisch erforschen sie das Alltagsleben ihres Mandanten, seine familiären und geschäftlichen Verbindungen. Je tiefer sie in das Leben Claus von Bülows eindringen, desto schwerer fällt es ihnen, das Wesen des Mannes einzuschätzen. Schließlich gelingt es dem Team in einem spektakulären Revisionsverfahren, für von Bülow einen Freispruch zu erwirken. Doch Professor Dershowitz ist sich keinesfalls mehr sicher, ob sein Mandant wirklich unschuldig ist.
Hintergrundinformationen: Filmemacher Barbet Schroeder führt mit einer an Joseph Mankiewicz erinnernden Eleganz Regie und entwirft das gnadenlose Bild einer so arroganten wie pathetischen US-amerikanischen Bourgeoisie. Das Drehbuch basiert auf dem Tatsachenbericht "Reversal of Fortune: Inside the von Bülow Case" des Harvardprofessors Alan Dershowitz, der den Adligen 1985 in der Revisionsverhandlung als Anwalt vertreten hat. Der Film von Barbet Schroeder wurde mehrfach ausgezeichnet. So erhielt Jeremy Irons 1991 für seine darstellerische Leistung den Oscar und den Golden Globe als bester Schauspieler. Nominiert für den Oscar und den Golden Globe wurden auch Nicholas Kazan für das Drehbuch und Barbet Schroeder für die Regie.