Frontal 21

Sendezeit: 08:00 - 08:45, 08.04.2022
Genre: Weitere Inforeportagen
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
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Deutschland (2022) Mord an Zivilisten Kriegsverbrechen in der Ukraine Ausgebrannte Autos, Straßen mit Leichen übersät - die Berichte über mutmaßliche Gräueltaten russischer Truppen an zahlreichen Zivilisten im Kiewer Vorort Butscha sorgen international für Entsetzen. Westliche Politiker werfen Putin Kriegsverbrechen vor und fordern neue Sanktionen. Russland weist die Anschuldigungen zurück und beschuldigt die Ukraine, die Lage in der Stadt Butscha inszeniert zu haben. Auch "frontal" hat Kriegsverbrechen in der Ukraine dokumentiert, Hintergründe zu der Erschießung zweier Zivilisten durch russische Soldaten nahe Kiew am 7. März 2022 recherchiert - und zeigt, dass die Gräueltaten von Butscha nicht die einzigen sind. Afghanistan und die Ortskräfte Der vergessene Krieg Mehr als ein halbes Jahr nach der Eroberung Kabuls durch die Taliban sitzen noch immer Tausende ehemalige Ortskräfte in Afghanistan fest. Bis Ende März 2022 sind nach Angaben der Bundesregierung 16.700 Menschen nach Deutschland eingereist. Viele der in Kabul zurückgelassenen Ortskräfte, die für die Bundeswehr oder deutsche Ministerien gearbeitet haben, und deren Familien warten weiterhin auf Rettung, obwohl Deutschland 30.000 afghanischen Bürgern eine Aufnahme zugesagt hat. Noch im Wahlkampf hatte Annalena Baerbock, Bündnis 90/Die Grünen, sogar von "deutlich über 50.000 Menschen" gesprochen, die ausgeflogen werden müssten. Als Bundesaußenministerin hat sie dann einen Aktionsplan verkündet, der den Kreis der Schutzwürdigen vergrößern sollte. Doch die Ampelregierung setzt die restriktive Aufnahmepraxis offenbar fort - zum Schaden Tausender zurückgelassener Ortskräfte und ihrer Familien. "frontal" war in Afghanistan unterwegs, gibt Einblicke in ein Land, das unter dem Taliban-Regime leidet, und hat ehemalige Ortskräfte getroffen, die sich vor den Taliban verstecken. Sie berichten von Folterungen und fühlen sich von Deutschland im Stich gelassen. Deutsche Unternehmen in Russland Geschäfte ohne Moral?
Viele westliche Unternehmen, die in Russland Geschäfte machen, haben nach Putins Invasion in die Ukraine schnell und entschieden reagiert: Lieferungen eingestellt, Läden geschlossen, Mitarbeiter abgezogen. Die Düsseldorfer METRO AG dagegen macht weiter, als wäre nichts geschehen. Das sorgt für Entsetzen bei den Mitarbeitern des Unternehmens in der Ukraine, die unter Lebensgefahr die Bevölkerung mit Lebensmitteln versorgen. Sie werfen der Konzernzentrale in Deutschland vor, mit Steuermillionen an Russland die Angriffe mitzufinanzieren. "frontal" über die Geschäfte der METRO AG und die Frage nach der Moral Waffen für die Ukraine Wird Deutschland zur Kriegspartei?
Wie lange kann die ukrainische Armee die russischen Truppen noch aufhalten? Deutschland und andere Staaten liefern Waffen aus eigenen Beständen, sie finanzieren Waffenkäufe, erlauben den Export. Das scheint Wirkung zu zeigen. Doch die Ukrainer verlangen mehr. Am liebsten hätten sie Flugzeuge, denn der Krieg wird laut Experten in der Luft entschieden. Aber dann wären die Unterstützer womöglich schon Kriegspartei - aus Sicht der russischen Regierung. Die hat schon erklärt, solche Transporte notfalls mit Gewalt zu unterbinden. "frontal" über Deutschlands Waffenlieferungen an die Ukraine und den schmalen Grat zur Kriegspartei Vom Krieg überrascht Wie die Flucht aus der Ukraine gelang Zu Beginn der russischen Invasion in die Ukraine versucht er, seine Ehefrau aus dem Land herauszuholen. Die Ukrainerin war zu diesem Zeitpunkt bei ihrer Mutter zu Besuch und wurde in einem Dorf nördlich der umkämpften Stadt Tschernihiw vom Krieg überrascht. Doch es dauert rund einen Monat, bis ihr gemeinsam mit der Schwester die Flucht gelingt und sie ihren Ehemann endlich wieder in die Arme schließen kann. "frontal" hat den langen Kampf um einen Weg raus aus der umkämpften Ukraine begleitet - bis zum Happy End an der belarussischen Grenze.

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