frontal

Sendezeit: 08:20 - 09:05, 15.04.2022
Genre: Weitere Inforeportagen
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Deutschland (2022) Ärzte von Impfgegnern attackiert Beschimpft und bedroht Ärzte, die gegen COVID-19 impfen, werden immer wieder beschimpft und teilweise massiv bedroht. Wer schürt eine solche Stimmung, und wer sind die Scharfmacher im Netz? "frontal" hat sich auf die Suche begeben und ist auf einen Verein gestoßen, dem Mediziner und Professoren aus ganz Deutschland angehören. Sie vergleichen Impfungen sogar mit Verbrechen des Nationalsozialismus. Streit um Gas-Embargo Deutschland im Dilemma Mit jedem Tag wird die Kritik lauter: Das EU-Parlament fordert trotz der Einwände aus Berlin ein sofortiges Importverbot von russischer Energie. Polens Premier Mateusz Morawiecki bezeichnet Deutschland sogar als Hauptbremser von Sanktionen. Die Weigerung Deutschlands auf Energieimporte aus Russland zu verzichten, mache Deutschland "praktisch zu Putins wichtigstem Wegbereiter", kritisiert der US-amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman und zieht einen Vergleich zur Haltung Deutschlands bei der Euro-Krise. Damals habe die Bundesregierung schuldenbelastete Länder wie Griechenland und Portugal für ihre eigene Notlage verantwortlich gemacht und ihnen "eine wirtschaftliche und soziale Katastrophe" auferlegt. "frontal" über deutsche Interessen, internationalen Druck und die Frage, wie lange wird die Bundesregierung noch ihren Kurs halten können Die blutige Spur der Kriegsverbrechen Tote Zivilisten in der Ukraine Nachdem sich die russische Armee aus den Vororten von Kiew zurückgezogen hat, wird das gesamte Ausmaß von Tod und Zerstörung sichtbar. Die Bewohner bergen ihre Toten. Sie sind unter Trümmern verschüttet und verbrannt. In Charkiw, im Osten des Landes, verstärken die Russen unterdessen ihre Angriffe. "frontal" zeigt Schicksale in einem Krieg, der sich gegen die Zivilbevölkerung wendet, und berichtet, wie vor allem alte Menschen, Frauen und Kinder leiden. Flutopfer in Existenznot Warten auf volle Entschädigung Bundeskanzler Olaf Scholz, SPD, wird von einem Versprechen eingeholt, das er als Bundesfinanzminister im vergangenen Sommer den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Menschen gegeben hat - und nicht einhalten kann. Anfang August 2021 hatte Scholz beim Besuch des Katastrophengebietes Stolberg versprochen: "Wir wollen allen helfen - beim Wiederaufbau, beim Ersatz der Schäden. Sie können daraus entnehmen, dass genau diese Absicht, dass alle so gestellt werden, als hätte das Ereignis nicht stattgefunden, in wirtschaftlicher Hinsicht, eingehalten wird." Damit habe der damalige Bundesfinanzminister Scholz volle Staatshaftung zugesichert, die so jetzt aber nicht eingehalten werde, kritisieren Flutopfer, Rechts- und Bausachverständige. Denn die staatlichen Hilfen sind nur freiwillige Leistungen und auf maximal 80 Prozent begrenzt. Auch für Schäden, die durch die Hausratversicherung abgedeckt sind, gebe es zu niedrige Pauschalen. Flutopfer mit Elementarversicherungen haben gar keinen Anspruch auf Staatshilfe. Viele von ihnen bleiben auf hohen Schäden sitzen, weil Versicherungen vollen Schadenersatz häufig verweigern. "frontal" über Flutopfer in Existenznot, weil versprochene Hilfen ausbleiben Desinformation zum Ukraine-Krieg Wie wirkt Russlands Propaganda?
Eigentlich ist russisches Staatsfernsehen in Deutschland seit Wochen verboten, doch Russlands Propaganda wird hierzulande weiterhin über das Videoportal TikTok und andere soziale Netzwerke an Russischsprachige verbreitet - auch zum Ukraine-Krieg. "frontal" berichtet, wie sich Kreml-Propaganda in Deutschland verbreitet. Putins Gas-Krieg Energiequellen als schärfste Waffe Russlands Präsident Wladimir Putin nutzt für sein geopolitisches Machtstreben schon lange die Abhängigkeit des Westens von seinen Rohstofflieferungen. Dabei handele er nach einem festen strategischen Plan, meint der Experte für Energiesicherheit Frank Umbach. Der Forschungsleiter für Sicherheitspolitik an der Universität Bonn verweist auf Putins Doktorarbeit zum Thema Energie-Imperialismus. Dieses "Erpressungspotenzial", so Umbach, hätten alle Bundesregierungen seit 20 Jahren bewusst in Kauf genommen - zugunsten der Profit-Interessen deutscher Energiekonzerne, die gute Geschäfte machten, vor allem mit billigem Gas aus Russland. "frontal" berichtet, wie Russland seine Energie als politische Waffe einsetzt.

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