120 BPM

Sendezeit: 21:55 - 00:10, 18.05.2022
Genre: Dramafilme
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  • Darsteller: Nahuel Pérez Biscayart (Sean), Arnaud Valois (Nathan), Adèle Haenel (Sophie), Antoine Reinartz (Thibault), Félix Maritaud (Max), Médhi Touré (Germain), Aloïse Sauvage (Eva), Simon Bourgade (Luc), Catherine Vinatier (Hélène), Saadia Bentaïeb (Seans Mutter)
  • Drehbuch: Robin Campillo, Philippe Mangeot
  • Regie: Robin Campillo
  • Kamera: Jeanne Lapoirie
  • Musik: Arnaud Rebotini
  • Produzent: Hughes Charbonneau, Marie-Ange Luciani
  • Andere Personen: Robin Campillo, Anita Roth, Stéphanie Léger
Frankreich (2017) Paris in den frühen 1990er-Jahren. Um sie herum sterben ihre Freunde an Aids, doch die Mitglieder der Aktivistengruppe Act Up wollen nicht sterben. Sie wollen kämpfen: gegen die Krankheit, gegen die Ausgrenzung und das Unwissen in weiten Teilen der Bevölkerung und gegen Pharmakonzerne wie Melton Pharm, die wirksame Heilmittel zurückhalten. Immer wieder veranstalten die Aktivisten spektakuläre Aktionen. Sie schmeißen mit Kunstblut gefüllte Wasserbomben gegen die Wände von Forschungseinrichtungen und kapern, bewaffnet mit Informationsbroschüren, die Klassenräume der Stadt.
Einer, der immer mit an vorderster Front kämpft, ist Sean. Er ist HIV-positiv. Zwischen Lebensbejahung und Nichts-mehr-zu-verlieren-haben ist er einer der radikalsten aber auch einer der lebenslustigsten Männer der Gruppe. Bei ihren Treffen lernt er Nathan kennen, einen gut aussehenden, aber zurückhaltenden Mann, der HIV-negativ ist. Zwischen Sean und Nathan entwickelt sich eine leidenschaftliche Beziehung. Doch mit dem Fortschreiten seiner Erkrankung wird Seans schmaler Körper immer schwächer. Er wird aus der Gemeinschaft der Gruppe zurückgeworfen in die Einsamkeit seines Bettes. Nur Nathan kümmert sich mit großer Hingabe um ihn. Doch die Krankheit kann auch er nicht aufhalten ...
Hintergrundinformationen: Der aus Marokko stammende französische Regisseur Robin Campillo ("Eastern Boys", 2013) engagierte sich in den 90ern jahrelang selbst bei Act Up . Auf Basis seiner persönlichen Erfahrungen zeigt er in "120 BPM" die kontroversen Debatten und spektakulären Aktionen der Gruppe. "120 BPM" wurde 2017 im Wettbewerb von Cannes uraufgeführt und erhielt den Grand Prix, den Queer Palm und den FIPRESCI-Preis. Neben vielen weiteren Preisen erhielt der Film 2018 bei der Verleihung der Césars sechs Preise: Bester Film, Bestes Originaldrehbuch, Beste Filmmusik, Bester Schnitt, Bester Nebendarsteller für Antoine Reinartz und Bester Nachwuchsdarsteller für Nahuel Pérez Biscayart.