Elefant, Tiger & Co., Der Zoo ist zu

Sendezeit: 05:55 - 06:20, 27.06.2022
Genre: Kein spezifisches Genre, Episode 869
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Deutschland (2015) Vorübergehend geschlossen
Der Zoo ist geschlossen. Eingangskassen sindverwaist, Besucherwege wie leer gefegt, Zooshops und Restaurants zugesperrt. Eine unwirkliche Stille. Einzig die Pfleger und ein reduziertes Team in der Verwaltung halten den Zoobetrieb am Laufen. Allen voran Jörg Junhold, der Zoodirektor. Er muss nun dafür sorgen, dass genügend finanzielle Reserven bereitstehen, um diesen Notfall abzufedern. Ohne zu wissen, wie lang dieser Zustand dauern wird. Eine Belastung, für jeden in dieser Zeit. Üblicherweise hat der Direktor vor allem am Schreibtisch zu tun, aber an diesem Tag will er selbst sehen, wie sich der isolierte Zoo so anfühlt. Und ob es unter dem Personal noch Fragen gibt, auf die er vielleicht eine Antwort weiß.
Ungestörte Momente
Der Zoo ist menschenleer, die Sonne scheint, lässt die Temperaturen angenehm steigen. Ein passender Moment für ungestörte Spaziergänge. Die kleinen Löwen haben das nötig, brauchen Vitamin D und alle Reserven, um groß und stark zu werden. Auch ohne ihre Mutter Kigali. Diese hatte vor einigen Wochen überraschend ihre Jungen angegriffen und zwei von ihnen tödlich verletzt. Nach diesem Schreck wachsen die drei verbliebenen Löwenbabys nun bei ihrem Vater Majo auf. Eine ungewöhnliche Löwenfamilie, aber Majo scheint geduldig. Lässt sich beklettern, betatzen und am Schwanz ziehen, ohne zu murren. Und nutzt für sich die kleinen Auszeiten, sobald die Sprösslinge abgelenkt sind. Ihren ersten Spaziergang auf der Außenanlage wagen die Kleinen allein, während Majo das Treiben aus dem Hintergrund und ganz in Ruhe beobachtet.
Ausgangssperre
Die Savanne ist den Tieren Afrikas momentan versperrt. Traktoren und Gartenarbeiter blockieren den Weg. Einmal im Jahr muss die Wiese gepflegt und die Anlage wieder schmuck gemacht werden. Idealerweise zu Beginn des Frühjahres, kurz bevor die Vegetation aus der Winterstarre erwacht. Zäune reparieren, Boden auflockern, Rasen säen, ausreichend düngen. Fast drei Wochen hat sich das hingezogen. Marco Mehner und René Forberg kennen das schon. Sie schieben Futterreste und Misthaufen, Giraffen und Säbelantilopen geschickt hin und her. Zwischen Stall und Vorgehege. Und hoffen auf ein zügiges Ende dieser "Ausgangssperre".

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