Re:, Im Schatten des Ätna - Was wird aus den Dörfern am Vulkan?

Sendezeit: 12:25 - 13:00, 30.06.2022
Genre: Reportage
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
Deutschland (2021) In den vergangenen Monaten kam es am Ätna zu starken Eruptionen. Große Mengen von Lava sind an den Gipfelkratern ausgetreten. Sie haben den Berg wachsen lassen. Ganze 40 Meter ist der Ätna in nur sechs Monaten höher geworden.
Zwar haben die Lavaflüsse keine großen Schäden angerichtet, doch die Asche macht den Bewohnern der Region zu schaffen. Sie bedeckt Felder und Straßen und gerade Tiere und Pflanzen leiden unter ihr.
Dabei macht sie die Region um den Ätna auch besonders fruchtbar. Ihre Weinbaugebiete sind heute berühmt, denn auf den mineralreichen Böden gedeihen besondere Trauben. Und von dem Tourismus, den der Vulkan anzieht, leben hier viele Menschen.
Trotz der Besonderheiten, die das Leben am Berg mit sich bringt, belasten die neuerlichen Ausbrüche die Region. Gerade die Behörden wissen nicht mehr, wohin mit all dem Lava-Sand. Außerdem wird die Asche als Sondermüll eingestuft und bedarf einer teuren und aufwendigen Lagerung. Auch den Tourismus haben die Ausbrüche stark eingeschränkt.
Für die Bewohner der Region ist der Ätna mehr als nur ein Vulkan. Liebevoll nennen sie ihn hier "Mama Ätna". Und das Leben um "Mama Ätna" möchte hier keiner aufgeben. Das macht die Menschen kreativ und Lösungsansätze, die sie zusammen mit Vulkanologen erarbeitet haben, geben ihnen Hoffnung für ein Zusammenleben mit dem Vulkan.

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