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Sendezeit: 20:15 - 21:00, 06.10.2022
Genre: Land und Leute
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
  • Redaktion: Ralf Quibeldey
  • Von: Cristina Trebbi
Die Liparischen Inseln oder auch Äolischen Inseln sind der vielleicht letzte Geheimtipp im Mittelmeer: Nördlich von Sizilien gelegen, bleiben sie von den großen Touristenströmen verschont und konnten sich so ihr uritalienisches Flair bewahren. Von den 20 Eilanden sind nur sieben bewohnt, "die sieben Schwestern" genannt. Die berühmteste ist Stromboli mit dem aktivsten Vulkan Europas.
Chiara Amorelli ist frisch verheiratet mit einem jungen Seemann aus Stromboli. Um den gemeinsamen Lebensunterhalt zu verdienen, muss sie ihrem Schwiegervater beim Fischen helfen. Ausgerechnet sie, die in den Bergen Siziliens aufgewachsen ist und zeitlebens mit dem Meer nichts zu tun hatte. Chiara gibt ihr Bestes, doch bei jeder Fangfahrt wird sie seekrank. Da bekommt das Sprichwort "Liebe geht durch den Magen" glatt eine neue Dimension.
Auch Don Giovanni kämpft mit den Launen des Meeres. Er pendelt als Priester zwischen Stromboli und Panarea. Zwei Gottesdienste und eine Hochzeit stehen an. Und leider auch ein Sturm. Die Fähre fällt aus, doch die Hochzeit darf auf gar keinen Fall ins Wasser fallen. Der Pater tritt die Überfahrt schließlich im Schlauchboot an.
Alicudi ist die einsamste und ursprünglichste Insel der "sieben Schwestern". Gerade deswegen fühlt sich Paola Costanzo hier so wohl. In vollkommener Ruhe kann die Textildesignerin für internationale Modehäuser und für Italiens Schickeria ihre Stoffmuster weben, 400 Steinstufen über dem kleinen Hafen. Wenn sie der Hunger packt, kommt Marco zu Besuch mit frischem Fisch. Der junge Mann aus Alicudi hat eine neue Geschäftsidee: Er will die Menschen in ihren Häusern bekochen, Restaurants gibt es nämlich keine. Ob das Zukunft hat, entscheidet sich in Paolas Küche.
Salina ist die zweitgrößte und zugleich grünste Insel des Archipels. Die gut 2000 Bewohnerinnen und Bewohner leben zwischen gleich zwei großen Vulkanen, dem Monte dei Porri und dem Monte Fossa delle Felci. Beide sind längst erloschen.
Die Haupteinahmequellen auf Salina sind Landwirtschaft, Weinbau und Fischfang. Der Tourismus spielt nur eine kleine Rolle.

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