Frankreich (2025)
Als alliierte Truppen 1945 die Konzentrationslager erreichten, begann für die befreiten Häftlinge eine Phase tiefgreifender Verunsicherung. Während die Welt die Bilder der Befreiung als Symbol des Triumphs über den Nationalsozialismus feierte, standen viele Überlebende, insbesondere jüdische, vor einer zermürbenden Realität: Ihre Gemeinden in Mittel- und Osteuropa waren ausgelöscht, Familien ermordet, Häuser zerstört. Eine Rückkehr war unmöglich. Gleichzeitig verweigerten zahlreiche Staaten ihre Aufnahme - selbst dann, wenn bereits Verwandte im Ausland lebten.
Die Folge war eine beispiellose Migrationsbewegung: Millionen befreite Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Holocaust-Überlebende durchquerten Europa auf der Suche nach Sicherheit. Die Alliierten reagierten mit der Einrichtung von Lagern für "Displaced Persons" (DP-Camps), häufig in unmittelbarer Nähe zu ehemaligen NS-Lagern. Unter prekären Bedingungen, bei Mangel an Nahrung, Kleidung und medizinischer Versorgung, begannen die Menschen hier, ihr Überleben zu organisieren.
Für rund 60.000 jüdische Überlebende wurde der Aufenthalt in diesen Lagern jedoch zur erzwungenen Wartezeit: ohne Papiere, ohne Staatsbürgerschaft und häufig ohne Aussicht auf Ausreise verstrichen oft Jahre. Doch im Provisorium wuchs auch Widerstandskraft. Die Lagerbewohner gründeten Selbstverwaltungen, gaben Zeitungen heraus und riefen soziale oder religiöse Institutionen ins Leben.
Die Folge war eine beispiellose Migrationsbewegung: Millionen befreite Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Holocaust-Überlebende durchquerten Europa auf der Suche nach Sicherheit. Die Alliierten reagierten mit der Einrichtung von Lagern für "Displaced Persons" (DP-Camps), häufig in unmittelbarer Nähe zu ehemaligen NS-Lagern. Unter prekären Bedingungen, bei Mangel an Nahrung, Kleidung und medizinischer Versorgung, begannen die Menschen hier, ihr Überleben zu organisieren.
Für rund 60.000 jüdische Überlebende wurde der Aufenthalt in diesen Lagern jedoch zur erzwungenen Wartezeit: ohne Papiere, ohne Staatsbürgerschaft und häufig ohne Aussicht auf Ausreise verstrichen oft Jahre. Doch im Provisorium wuchs auch Widerstandskraft. Die Lagerbewohner gründeten Selbstverwaltungen, gaben Zeitungen heraus und riefen soziale oder religiöse Institutionen ins Leben.
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