Fakt ist!, Ost-Fußball im Abseits

Sendezeit: 20:45 - 21:45, 20.05.2026
Genre: Talkshows im Allgemeinen
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
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  • Gaeste: Mario Voigt, Prof. Dr. Henning Zülch, Tommy Haeder, Ralph Grillitsch
  • Moderator: Kathleen Bernhardt, Lars Sänger
Deutschland (2004) Wird die Aufstiegsreform der Regionalliga den ostdeutschen Fußballvereinen nutzen? Was können verantwortliche Politiker für die Traditionsvereine im Osten bewirken? Welche Auswirkungen haben Aufstiege in höhere Ligen für die Städte und Regionen? Diese Fragen diskutieren Bürger, Sponsoren und Vereinsmitglieder mit Vereinspräsidenten, einem Wissenschaftler und dem Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt.
Die Gäste:
* Mario Voigt , Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
* Prof. Dr. Henning Zülch, Sportökonom, HHL Leipzig Graduate School of Management
* Tommy Haeder, Geschäftsführer der Chemnitzer FC Fußball GmbH
* Ralph Grillitsch, Präsident des FC Carl Zeiss Jena
"Faktisch ist der ostdeutsche Fußball nie integriert worden, er ist nie zu hundert Prozent im gesamtdeutschen Fußball angekommen", lautet die Einschätzung von Tommy Haeder, dem Geschäftsführer des Chemnitzer FC. Er sieht darin auch eine gesellschaftlich relevante Komponente: "Das ist für unsere Gesellschaft alles andere als förderlich, wenn man auf die Fußball-Landkarte schaut und sieht, dass nur fünf oder sechs Ost-Mannschaften mitspielen können."
Genau aus diesen Gründen ist auch für den Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt die Aufstiegsreform der Regionalliga eine Herzensangelegenheit. Ihn erbost die aktuelle Regelung, dass die Meister der Regionalliga Nordost nicht automatisch aufsteigen dürfen, sondern in einem Relegationsspiel um einen Aufstiegsplatz kämpfen müssen. Das sei unfair und verweigere insbesondere den traditionsreichen Ostvereinen faire Wettbewerbsbedingungen.
Prof. Henning Zülch, Sportökonom aus Leipzig, bewertet die Situation ein wenig anders: "Zum Stichwort Aufstieg gehört auch Professionalität: Nicht nur die sportliche Leistung muss stimmen, sondern der Verein muss auch unternehmerisch gut aufgestellt sein." In der Regionalliga seien das nur wenige Vereine, was natürlich auch am fehlenden Geld liege. Zülch betont ebenso die Wichtigkeit der Vereine zur Stärkung der Identität der Städte und Regionen.

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