Die Geschichte von der Heilung des Gelähmten in Matthäus 9 spielt zu Beginn von Jesu Wirken, noch bevor Matthäus selbst zum Jünger berufen wurde. Als Jesus dem Gelähmten begegnet, sind seine ersten Worte: Mein Sohn, sei getrost, deine Sünden sind dir vergeben. Der Schwerpunkt liegt auf der Vergebung vor der Heilung. Die religiösen Führer beschuldigen Jesus sofort der Gotteslästerung, da sie wissen, dass nur Gott Sünden vergeben kann. Jesus antwortet mit der Frage: Was ist leichter zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben oder: Steh auf und geh? Seine Aussage ist klar: Sein Wirken gründet sich nicht auf religiöse Regeln oder Traditionen, sondern auf Gottes Vergebung und Gnade. Die religiösen Führer konnten weder Sünden vergeben noch Kranke heilen. Daraufhin erklärt Jesus: Damit ihr wisst, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben, und er heilt den Mann. Das Wunder bestätigt seine Vollmacht zu vergeben.
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