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Sendezeit: 20:15 - 21:00, 15.08.2019
Genre: Land und Leute
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
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  • Redaktion: Ralf Quibeldey
  • Von: Stefan Heinrich
D (2019) Die Fjordwelt im Westen Norwegens fasziniert mit imposanten Gipfeln, majestätischen Wasserfällen und unberührter Natur. Der berühmte Geirangerfjord wurde sogar zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt.
Oystein Marak war dabei, als die ersten Kreuzfahrtschiffe im Fjord auftauchten und die Menschen den Einheimischen exotische Früchte über die Reling zuwarfen. Heute liegen oft mehrere Ozeanriesen gleichzeitig vor Anker. Die meisten Passagiere wollen auf Landgang in den nur 250 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Ort Geiranger. Oystein hilft, die mehreren Tausend Gäste mit dem schwimmenden Dock dorthin und wieder zurück an Bord zu bringen. Für diese logistische Meisterleistung bleiben oft nur ein paar Stunden.
Vor allem die imposant aufragenden Felswände machen den Geirangerfjord zum Besuchermagnet. Andererseits sind sie eine ernsthafte Gefahr, denn der Berg Akernes gerät ins Rutschen! 54 Millionen Kubikmeter Gestein sind instabil. Lars Blikra ist Chefgeologe im Auftrag der norwegischen Regierung und misst mit einem sogenannten Extensometer ständig Temperatur, Geräusche und Bewegung im Gestein, bis zu zwölf Zentimeter pro Jahr rutscht der Berg. Ein Tsunami droht, mit einer bis zu 40 Meter hohen Flutwelle. Jegliche Zivilisation in der näheren Umgebung würde ausradiert werden.
Der Nachbarfjord wäre zwar von der Flutwelle nicht betroffen, aber Daniel Gaard muss andere Herausforderungen meistern. Ohne Boot geht in Hamna gar nichts: Daniel bringt die Kinder zur Schule ans Festland, er schippert Bewohnerinnen und Bewohner zur Arbeit oder besorgt Lebensmittel für sein Restaurant. Schon seine Vorfahren siedelten an dem einsamen Abhang am Fjord. Mit frischen Ideen will er seinem Heimatdorf wieder neues Leben einhauchen.
Die Stadt Ålesund am Eingang zur Fjordwelt ist für ihr gigantisches Mittsommer-Feuer bekannt. Simon Eiken und sein Aufbautrupp peilen diesmal sogar einen neuen Weltrekord an, denn ein Team aus Österreich hatte Ålesund im Vorjahr um drei Meter überboten. Aber Simon und seine Jungs geben alles, um die Konkurrenz zu toppen: Ihr Turm aus Holzpaletten muss mindestens 58,6 Meter hoch sein und dann nach Plan abbrennen, um ins Meer zu stürzen.
Eine schwimmende Sauna als Sinnstifter: Alexander Sjolberg wollte etwas bauen, das der Gemeinschaft seines kleinen Dorfes Sæbø zugutekommt. Jeder dort ist eine Woche pro Jahr für die Schwitzhütte verantwortlich: Reparaturen, anheizen, aber auch Geld verdienen. In Alexanders "Schicht" hat die Kneipe vom gegenüberliegenden Ufer die Sauna angefordert. Ein Problem, denn richtig seetüchtig ist das Gefährt nicht.
Der Job von Jørgen Dronnen ist es, denn Seeleuten das Leben so schwer wie möglich zu machen. Als Operator im Schifffahrtssimulator von Ålesund kann er von der Wellenhöhe bis zur Windstärke alles einstellen, was Schiffsbesatzungen in Schwierigkeiten bringt, damit sie diese dann auf See meistern können. Eine Firma will eine tonnenschwere Apparatur auf dem Meeresgrund absetzen, darum trainiert das Team die Aktion. Vom Kapitän bis hin zum Kranführer sitzen alle in den vernetzten Simulatoren und üben. Ein Videospiel, das garantiert weder Spaß noch süchtig macht.

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