Hedda

Sendezeit: 00:55 - 02:40, 18.02.2020
Genre: Drama
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
  • Darsteller: Susanne Wolff (Hedda), Godehard Giese (Jorgen), Wanja Mues (Eilert), Katharina Marie Schubert (Thea), Bruno Cathomas (Brack), Jasmin Hahn (Pun), Traute Hoess (Tante Julle)
  • Drehbuch: Andreas Kleinert
  • Regie: Andreas Kleinert
  • Musik: Daniel Dickmeis
  • Produzent: Leopold Hoesch
  • Andere Personen: Henrik Ibsen
  • Kostueme: Myrna Drews
Deutschland (2016) Jorgen, ein erfolgreicher Neurologe, legt seiner großen Liebe Hedda, einer - ganz im Gegensatz zu ihm selbst - lebenslustigen und jung gebliebenen Frau, die Welt zu Füßen. Die frisch Vermählten sind gerade in ihr neues Heim gezogen, eine monströse Villa im Wald mit Blick über die Stadt. Zum perfekten Glück fehlt nur noch Jorgens Beförderung, die bei einem gemütlichen Abendessen mit dem Chefarzt Prof. Dr. Brack besiegelt werden soll. Doch es kommt anders als erwartet, als zwei Überraschungsgäste aus der Vergangenheit auftauchen: Jorgens Ex-Geliebte Thea und Heddas große Liebe Eilert. Die Zukunft von Hedda und Jorgen, ihre Ehe, ihr etabliertes Leben und seine Karriere stehen plötzlich auf dem Spiel. Die bürgerliche Fassade beginnt nach und nach zu bröckeln. Im Laufe des Abends offenbaren sich tiefe Abgründe in dem Geflecht aus Liebe, Neid, Schuld und Verrat und die Dinnerparty gipfelt in einer Katastrophe. So aktuell und modern wie selten zuvor präsentieren sich die Figuren in der Theaterverfilmung von Henrik Ibsens berühmtem Drama "Hedda Gabler", das der norwegische Dramatiker 1890 in seinem freiwilligen Exil in Deutschland verfasst hat. Mit einer zeitgemäßen Adaption verlässt Grimme-Preisträger Andreas Kleinert mit "Hedda" die Bühne und holt den Stoff mit einem exzellenten Ensemble in die Welt und in die Gegenwart.
Hintergrundinformationen: "Wir behalten die sieben Figuren von Ibsen und seine Grundstruktur. Ansonsten streben wir eine Zeitlosigkeit und Metaphorik an, die trotzdem genau im Detail unserer Zeit verhaftet sein sollte. Modernität ohne Modernismen. 'Die Empfindsamen sterben. Die Mittelmäßigen überleben.' Unter dieses Motto möchten wir den Film stellen", so Regisseur Andreas Kleinert.