Fitzcarraldo

Sendezeit: 22:00 - 00:35, 06.07.2020
Genre: Abenteuerfilm
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  • Darsteller: Klaus Kinski (Brian Sweeney Fitzgerald/Fitzcarraldo), Paul Hittscher (Kapitän Orinoco), Grande Othelo (Stationsvorsteher), José Lewgoy (Don Aquilino), Miguel Angel Fuentes (Cholo Miguel), David Pérez Espinosa (Häuptling der Indios), Peter Berling (Opernmanager), Huerequeque Enrique Bohorquez (Huerequeque, der Koch), Milton Nascimento (schwarzer Mann in der Oper), Claudia Cardinale (Molly)
  • Drehbuch: Werner Herzog
  • Regie: Werner Herzog
  • Kamera: Thomas Mauch
  • Musik: Popol Vuh, Florian Fricke
  • Produzent: Lucki Stipetic, Werner Herzog, Willi Segler
  • Andere Personen: Beate Mainka-Jellinghaus
Deutschland (1982) Der irische Abenteurer Brian Sweeney Fitzgerald will kurz nach der Jahrhundertwende in Südamerika sein Glück machen, kommt aber mit seinen gewagten Unternehmungen auf keinen grünen Zweig. Die von ihm in Iquitos, Peru, gegründete Eisfabrik hat sich als kommerzielle Fehlspekulation erwiesen. Doch "Fitzcarraldo", wie er genannt wird, ersinnt weiterhin hochfliegende Pläne. Als Fan des Opernsängers Caruso möchte er in Iquitos ein Opernhaus errichten.
Das Geld dafür soll eine tollkühne Aktion in den Urwäldern erbringen. In diesem unwegsamen Gebiet erwirbt Fitzcarraldo billig große Ländereien vom peruanischen Staat mit der Auflage, sie innerhalb von neun Monaten nutzbar zu machen. Fitzcarraldo kauft ein altes Dampfschiff, heuert eine erfahrene Mannschaft an und fährt zum allgemeinen Erstaunen flussaufwärts.
Zunächst verläuft alles wunschgemäß; doch als Indios dem Schiff bedrohlich nahe kommen, sucht ein Großteil der Matrosen heimlich das Weite. Da der Kapitän der Indiosprache mächtig ist, kommt es zur Verständigung. Die Eingeborenen erklären sich bereit, den Weißen zu helfen, auch als das Schiff über einen Berg gebracht werden muss. Die Zeit läuft und Fitzcarraldos Traum von der Errichtung eines Opernhauses rückt in unerreichbare Ferne.
Hintergrundinformationen: "Fitzcarraldo" besticht durch die eindrucksvollen Landschaftsbilder des Regenwaldes, die zusammen mit der Musik von Popol Vuh verzaubernd und verführend wirken. Und Klaus Kinski, der einst schon den Südamerika-Entdecker Aguirre verkörperte, spielt hier den Titelhelden mit einem ähnlichen Hang zu Megalomanie und Wahnsinn. Werner Herzog gilt als bedeutender Vertreter des Neuen deutschen Films. Neben monumentalen Spielfilmen wie "Aguirre, der Zorn Gottes" oder "Fitzcarraldo" schuf er zahlreiche Dokumentarfilme fürs Kino, darunter "Gasherbrum - Der leuchtende Berg", der Reinhold Messner bei seiner Achttausender-Doppelüberschreitung begleitet, und der in 3D gedrehte "Die Höhle der vergessenen Träume", in dem Herzog und der Kameramann in die Höhle von Chauvet-Pont d'Arc hinuntersteigen. In den 80er Jahren wandte sich Herzog auch der Oper zu. Für "Fitzcarraldo" erhielt er 1982 in Cannes den Preis für die beste Regie. Bei den Golden Globes 1983 war "Fitzcarraldo" als bester ausländischer Film nominiert.