Psycho

Sendezeit: 23:30 - 01:15, 06.02.2021
Genre: Psychothriller
  • Hörfilm, Sendung mit akustischer Bildbeschreibung
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
  • Darsteller: Anthony Perkins (Norman Bates), Janet Leigh (Marion Crane), Vera Miles (Lila Crane), John Gavin (Sam Loomis), Martin Balsam (Milton Arbogast), John McIntire (Sheriff Al Chambers), Simon Oakland (Dr. Fred Richmond), Frank Albertson (Tom Cassidy), Patricia Hitchcock (Caroline)
  • Drehbuch: Joseph Stefano
  • Regie: Alfred Hitchcock
  • Kamera: John L. Russel
  • Musik: Bernard Herrmann
USA (1960) Die Sekretärin Marion Crane liebt den geschiedenen Eisenwarenhändler Sam Loomis, der sie jedoch nicht heiraten will. Da er finanzielle Gründe vorgibt, unterschlägt Marion in ihrer Firma 40.000 Dollar. Hals über Kopf flüchtet sie zu Sam, der in Kalifornien einen kleinen Laden besitzt. Doch in ihrer Angst, die Polizei sei ihr längst auf den Fersen, gerät sie vom Weg ab und landet in einer regnerischen Nacht in einem abgelegenen Motel. Norman Bates, der kauzige Besitzer, gibt ihr ein Zimmer und verschwindet kurz, um seinem einzigen Gast noch etwas zu essen zu holen. Dabei kann Marion mithören, wie Normans eifersüchtige alte Mutter ihren Sohn lautstark vor den Frauen aus der Stadt warnt. Marion beschließt indes, das Geld wieder zurückzugeben. Aber während sie unter der Dusche steht, dringt eine Gestalt ins Badezimmer ein und ersticht sie. Norman beseitigt die Leiche sowie alle Spuren der Tat. Unterdessen erhält der Privatdetektiv Milton Arbogast den Auftrag, das unterschlagene Geld wieder aufzutreiben. Rasch findet er Bates' Motel und verwickelt Norman in Widersprüche. Doch auch er stirbt kurz darauf. Schließlich machen sich Sam und Marions Schwester Lila Crane auf den Weg, die Wahrheit über das Verschwinden von Marion herauszufinden.
Hintergrundinformationen: Alfred Hitchcocks Klassiker wurde 1959 für ein Minimalbudget von 800.000 Dollar gedreht. Bei seiner Uraufführung 1960 war der Thriller ein überragender Erfolg und prägte stilbildend den modernen Horrorfilm. Robert Blochs Romanvorlage war inspiriert von dem Fall des nekrophilen Serienmörders Ed Gein, dessen morbide Taten Kriminalgeschichte schrieben. Im Gegensatz zu späteren Verarbeitungen des Stoffs wie "Das Schweigen der Lämmer" und "The Texas Chainsaw Massacre" spart Hitchcock die Gewaltmomente weitgehend aus oder nutzt geschickt filmischen Mittel. So suggeriert die legendäre Duschszene mit über 70 Einstellungen in nur 45 Sekunden ein grausames Massaker, welches jedoch nur im Kopf des Zuschauers stattfindet. Dieser grandios inszenierte Mord zählt zu den unvergesslichen Szenen der Filmgeschichte, die seitdem unzählige Male zitiert und variiert wurde, etwa von dem Hitchcock-Bewunderer Brian De Palma, der die Szene in "Dressed to Kill" in einen Fahrstuhl verlegte. Bernard Herrmanns brillanter Score zählt zu den einflussreichsten Filmmusikkompositionen der 1960er-Jahre.