Nackt unter Wölfen

Sendezeit: 00:15 - 02:15, 10.04.2021
Genre: Kriegsfilm
  • Hörfilm, Sendung mit akustischer Bildbeschreibung
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
  • Darsteller: Erwin Geschonneck (Walter Krämer), Fred Delmare (Rudi Pippig), Armin Mueller-Stahl (André Höfel), Krystyn Wójcik (Marian Kropinski), Gerry Wolff (Herbert Bochow), Peter Sturm (August Rose), Viktor Awdjuschko (Leonid Bogorski), Boleslaw Plotnicki (Zacharias Jankowski), Wolfram Handel (Hauptscharführer Zweiling), Erik S. Klein (Hauptscharführer Reineboth), Herbert Köfer (Hauptsturmführer Kluttig)
  • Drehbuch: Bruno Apitz, Frank Beyer
  • Regie: Frank Beyer
  • Kamera: Günter Marczinkowsky
  • Autor: Bruno Apitz
  • Musik: Joachim Werzlau
Deutsche Demokratische Republik (1963) Frühjahr 1945, Konzentrationslager Buchenwald. Die sich nähernde Front von Ost und West versetzt die Lagerleitung in Panik und täglich werden mehr Häftlinge in den Tod geschickt. Dagegen wächst unter Führung der Häftlingsselbstverwaltung der Widerstand der Lagerinsassen. In dieser angespannten Situation trifft im KZ ein neuer "Evakuierungstransport" aus Auschwitz ein. Unter ihnen auch ein Pole mit einem großen, zerdrückten Koffer. Die Häftlinge Höfel (Armin Mueller-Stahl) und Pippig erschrecken zutiefst, als sie dessen Inhalt sehen: Ein Kind. Es im Lager zu verstecken, ist schwierig und gefährlich und gefährdet gleichzeitig die Pläne einer Selbstbefreiung.
Deshalb entscheidet schweren Herzens der Leiter der illegalen Widerstandsgruppe Bochow , dass der Pole und der Junge mit dem nächsten Transport das Lager wieder verlassen müssen. Für ihn stehen 50.000 Menschen gegen ein einziges Kind. Aber der Lagerälteste, Walter Krämer , lässt die Abschiebung nicht zu. Bochows Befürchtungen bestätigen sich, die SS erfährt von dem Kind. Doch ihre Suche danach ist vergeblich. Unter Einsatz ihres Lebens reichen es Krämer, Pippig und Höfel und viele andere von Versteck zu Versteck. Der Junge wird für die Häftlinge zum Sinn ihres Lebens und zum Ziel des Kampfes gegen ihre Peiniger. Als am 11. April 1945 das Signal zum Aufstand ertönt, ist unter den 21.000 Häftlingen aus 32 Ländern auch der kleine jüdische Junge.
Hintergrundinformationen: Der DEFA-Film "Nackt unter Wölfen" entstand nach dem gleichnamigen Roman von Bruno Apitz. Bruno Apitz war selbst acht Jahre Häftling im Konzentrationslager Buchenwald, der erzählte Fall ist authentisch. Frank Beyer gestaltete einen psychologisch nuancierten Film, der differenzierte Porträtstudien von Henkern und Opfern mit seltener Eindringlichkeit und Authentizität zeichnet. Die Hauptfigur Krämer - der Kopf der illegalen Widerstandsorganisation im Lager - wird von Erwin Geschonneck aus eigenem Wissen und Erleben heraus mit faszinierender Ausstrahlung gespielt. Ihm zur Seite ein großes Darstellerensemble, u.a. Fred Delmare als Pippig, dessen Figur zur Volksgestalt wurde. Vorlage: nach dem Roman von Bruno Apitz