Sophie Scholl - Die letzten Tage

Sendezeit: 23:35 - 01:28, 09.05.2021
Genre: Dramafilme
  • Hörfilm, Sendung mit akustischer Bildbeschreibung
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
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  • Darsteller: Julia Jentsch (Sophie Scholl), Gerald Alexander Held (Robert Mohr), Fabian Hinrichs (Hans Scholl), Johanna Gastdorf (Else Gebel), André Hennicke (Roland Freisler), Florian Stetter (Christoph Probst), Maximilian Brückner (Willy Graf), Jörg Hube (Robert Scholl), Petra Kelling (Magdalena Scholl), Johannes Suhm (Alexander Schmorell), Franz Staber (Werner Scholl), Lilli Jung (Gisela Schertling)
  • Drehbuch: Fred Breinersdorfer
  • Regie: Marc Rothemund
  • Kamera: Martin Langer
  • Musik: Reinhold Heil, Johnny Klimek
  • Personenhinweise: Zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl
  • Redaktion: Harald Steinwender
Deutschland (2005) Am 18. Februar 1943 unternahmen Sophie und Hans Scholl ihre sechste Flugblattaktion an der Münchner Universität. Die beiden Mitglieder der "Weißen Rose" hinterlegten im Hauptgebäude Aufrufe zum Widerstand gegen die Nazis. Bevor Sophie und Hans Scholl das Gebäude verlassen konnten, wurden sie vom Hausmeister aufgehalten und kurz darauf von der Gestapo abgeführt.
In den folgenden Tagen lieferten sich die 21-jährige Sophie Scholl und Robert Mohr, ein Vernehmungsprofi der Gestapo mit 26 Jahren Erfahrung, einen Psychokrieg. Die junge Frau nahm lieber den Tod in Kauf, als die anderen Mitglieder der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" zu verraten.
Nur wenige Tage später wurde den Geschwistern und ihrem Mitstreiter Christoph Probst der Prozess gemacht. Die Anklage lautete auf "landesverräterische Feindbegünstigung, Vorbereitung zum Hochverrat und Wehrkraftzersetzung". Roland Freisler, Präsident des Volksgerichtshofs, reiste aus Berlin nach München und inszenierte einen Schauprozess. Am 22. Februar, um 12.45 Uhr, stand das Urteil fest: Die drei Angeklagten erwartete die Todesstrafe. Vier Stunden später wurden Sophie Scholl, Hans Scholl und Christoph Probst hingerichtet.
Hintergrundinformationen: Widerstand gegen Hitler und das Naziregime - nur wenige Deutsche hatten den Mut, offen dagegen aufzubegehren. Sophie Scholl war eine von ihnen. Der Regisseur Marc Rothemund hat ihr den Film "Sophie Scholl - Die letzten Tage" gewidmet. Entstanden ist ein sensibles Porträt einer 21-jährigen, lebensfrohen Studentin, die für die Idee der "Weißen Rose" zum Tode verurteilt wurde. Die BR-Koproduktion schildert, beginnend am Tag der Verhaftung der Scholl-Geschwister, die letzten sechs Tage (17. bis 22. Februar 1943) im Leben von Sophie Scholl aus ihrer persönlichen Perspektive. Durch ihr Aufbegehren gegen den Nationalsozialismus wurden Sophie Scholl, Hans Scholl, Christoph Probst und alle anderen Mitglieder der Widerstandsgruppe zum Inbegriff für Zivilcourage, für einen friedlichen Kampf gegen Gewaltherrschaft und Unterdrückung. Marc Rothemund hat die historischen Fakten gemeinsam mit Drehbuchautor Fred Breinersdorfer und BR-Autor Ulrich Chaussy akribisch recherchiert. Basierend auf Interviews mit Zeitzeugen und den Original-Vernehmungsprotokollen der Gestapo entstand ein sensibles Porträt einer außergewöhnlichen jungen Frau. Der Film hält sich - so weit es geht - streng an die historischen Fakten (Original-Vernehmungsprotokolle), ist aber als Spielfilm geschrieben und inszeniert.