Damon Albarn, Eine britische Geschichte

Sendezeit: 22:50 - 23:45, 20.05.2022
Genre: Dokumentationen zur Musik
  • Regie: Adrien Pavillard
Frankreich (2020) Aus der europäischen Musiklandschaft ist er kaum mehr wegzudenken: Seit rund 30 Jahren ist Damon Albarn fester Bestandteil der Pop-Musikszene. In den 90er Jahren avancierte der Brite als Frontmann der Britpop-Band Blur zum Star, 1998 gründete er zusammen mit dem Zeichner Jamie Hewlett das Cartoon-Pop-Projekt Gorillaz, einige Jahre später folgte die Gründung der All-Star-Truppe The Good, The Bad & The Queen.
Inzwischen ist Damon Albarn auch als Solokünstler erfolgreich. Neben zahlreichen Kooperationen mit Künstlerinnen und Künstlern weltweit veröffentlichte er Soloalben und schrieb eine Oper. Stilistisch lässt sich der Sänger und Multiinstrumentalist dabei in keine Schublade stecken: Ob Pop, Afrobeat, Alternative, Psychedelic Funk, Trip-Hop oder Klassik - seit jeher experimentiert Damon Albarn mit verschiedensten Musikstilen und erfindet sich immer wieder neu.
Die Dokumentation beleuchtet die Karriere des Musikers anhand der Geschichte seiner Heimat Großbritannien. Mit Hilfe dieser Parallele wird deutlich, wie sich das Vereinigte Königreich in den letzten 25 Jahren entwickelt hat: von einem kulturell und wirtschaftlich tonangebenden Land zu einer zersplitterten Nation - unfähig, in die Zukunft zu blicken und davon überzeugt, dass das europäische Ideal die Ursache allen Übels ist. Aus heutiger Perspektive war die Geschichte des Brexit wohl unausweichlich. Seit dem Brexit-Referendum und dem EU-Austritt seines Heimatlandes ist für Damon Albarn das Engagement für eine multiethnische, progressive Gesellschaft zum künstlerischen Hauptantrieb geworden.
Die Dokumentation erzählt die Geschichte eines Musikers, der es über Begegnungen, verschiedene Formen der Zusammenarbeit und Reisen schaffte, die positiven Seiten der Globalisierung für sich zu nutzen und seinen Blick auf die Welt radikal zu ändern.

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