Leopard, Seebär & Co., Ungeliebter Helfer

Sendezeit: 10:40 - 11:30, 24.09.2022
Genre: Tiere, Episode 192
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
  • 47% gefällt diese Sendung
  • Redaktion: Burkhard Bergermann
Deutschland (2018) Seit 25 Jahren arbeitet Dr. Michael Flügger als Tierarzt im Tierpark Hagenbeck. An diesem Tag stehen Visiten bei den Walrossen, den Onagern und den Orang-Utans auf seinem Plan. Bei seinen Patienten ist Michael nicht gern gesehen. Die Tiere ahnen schon, es wird wieder gespritzt, gesalbt oder operiert und sie nehmen Reißaus. Der 55-Jährige Tierarzt nimmt es gelassen. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms zur Erhaltung bedrohter Tierarten, ist er auch als Zuchtkoordinator für die Nordchinesischen Leoparden europaweit zuständig. Der Arzt möchte mit seiner Arbeit den Menschen die Tiere und die Natur als schützenswert und besonders nahe bringen: "Dann erreichen wir vielleicht auch, dass die Menschen später auf unsere Erde aufpassen und damit auf die Tiere."
Dirk Stutzki ist in Sorge und zieht Dr. Michael Flügger zu Rate: Die Walrosse Raisa und Dyna haben Hautprobleme. Dyna hat auffälligen, roten Ausschlag an einer Flosse. Ganz anders sehen die Pusteln von Raisa aus. Sie hat dicke Quaddeln und Schürfwunden an Bauch und Rücken. Der Tierarzt hat bereits eine Vermutung ...
Schweren Herzens muss Tierpfleger Thomas Günther den Tapir Carmina von ihrem Sohn Junto und ihrem Partner Xingo separieren. Carmina leidet an einer Hufkrankheit und braucht daher Ruhe und eine spezielle Behandlung. Mit Hilfe eines Futtereimers hat Thomas das Tapirweibchen gestern schon mal mit der Umzugskiste vertraut gemacht. Er hofft nun, dass sie sich auch heute freiwillig in ihre Transportbox begibt. Viele Helfer stehen für einen stressfreien Umzug in die Quarantäne-Halle bereit. Die neue Unterkunft befindet sich gleich neben der Tierarztpraxis.
Das Humboldt-Pinguinküken ist dieses Jahr ein Einzelkind und bekommt hinter den Kulissen in seinem Extra-Gehege von den Pflegern das Fischfressen beigebracht. So lernt es, sich später in der Gruppe bei der Fütterung zu behaupten. In der Nähre seiner Eltern würde er weiterhin mit Fischbrei "verhätschelt". Tierpfleger Sebastian Behrens hat zwar einen strammen Zeitplan, nimmt sich aber alle Zeit der Welt, um dem Kleinen mit viel Geduld ganze Sprotten schmackhaft zu machen.
Tony Kershaw schaut bei Florian Ploetz im Tropen-Aquarium vorbei und zeigt ihm Fotos von einer Bambusschaukel, die die Wiener Kollegen im Tiergarten Schönbrunn für ihre Pfleglinge gebaut haben. Für Tonys Mandrills ist das nichts - die würden das Spielzeug in wenigen Sekunden auseinandernehmen. Aber für die Kattas könnte es passen. Florian Ploetz, der immer auf der Suche nach neuen Beschäftigungsideen ist, nimmt den Bau der Schaukel in Angriff. Den größten und schönsten Bambus findet er im Elefantengehege.
Volker Friedrich hat gute Nachrichten von Dr. Flügger erhalten: Ein neuer Zucht-Partner für Leopardin Mor soll aus dem Tierpark Cottbus abgeholt werden. Volker, der eigentlich einen freien Tag hat, begibt sich unverzüglich in den Park, um eigenhändig mit Kevin Surmilo die letzten Vorbereitungen für die Ankunft der Raubkatze zu treffen. Die beiden hoffen inständig, dass Mor mit dem neuen Kater bald Junge bekommt. Jeder hier neugeborene Tiger ist wichtig für den Arterhalt.
Drei Jahre Ausbildungszeit sind um. Laura Pinero darf sich jetzt Tierpflegerin nennen und ab jetzt trägt sie auch die Verantwortung für ein Revier und die Tiere. Laura ist Hamburgerin und mit Tieren aufgewachsen. Ein Schulpraktikum im Tierpark Hagenbeck hat sie in dem Entschluss bestärkt, Tierpflegerin zu werden. Bei der Fütterung der Saki-Äffchen blickt sie noch einmal zurück.
Spannend wird es hinter den Kulissen im Tropen-Aquarium. Dr. Guido Westhoff hat ein Paket bekommen: Inhalt ist eine wunderschöne männliche Gabunviper aus dem Zoo in Zagreb. Gabunvipern sind hochgiftige, gut getarnt am Waldboden lebende Schlangen aus Zentralafrika. Nicht viele Kollegen können Dr. Guido Westhoffs Leidenschaft für giftige Schlangen nachvollziehen. Aber sie freuen sich dennoch mit ihm, wenn es Nachwuchs oder einen Neuzugang gibt. Gemeinsam mit Heidi Rohr packt er die Schlange aus. Das hat auch sicherheitstechnische Gründe: Eine zweite Person muss anwesend sein, um nach einem Giftschlangenbiss einen Notruf absetzen zu können. Zwar sind Gabunvipern hochgiftig, zum Glück aber selten aggressiv.

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